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Wertvoller Kern – was steckt drin

Der Gesundheitswert von Macadamia-Nüssen

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Macadamias

Macadamia - die "Königin der Nüsse"

Manche nennen sie Queensland-, Austral- oder Baphal-Nuss. Für die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, war es die „Kindal Kindal“. Eine eiweiß- und fettreiche Nahrungsquelle – noch dazu sehr wohlschmeckend. Bekannt geworden ist diese wildwachsende Steinfrucht allerdings unter dem Namen Macadamia.

Der Botaniker Ferdinand von Mueller entdeckte sie im Jahre 1857 in den tropischen Wäldern von Queensland und benannte die einer großen Haselnuss recht ähnlichen Frucht nach einem Freund, dem Arzt und Philosophen John McAdam. Vom Nordosten Australiens aus trat die Macadamia ihren Siegeszug um die Welt an, sie wird heute in Plantagen nicht mehr nur in ihrer Heimat, sondern insbesondere auch auf Hawaii angebaut. Ihr vollmundiges, feines Aroma ist unter Feinschmeckern so beliebt, dass sie von der „Königin der Nüsse“ sprechen.

Die Macadamia zählt zu den Silberbaumgewächsen (Proteaceae). Der immergrüne Baum wird bis zu sechs Meter hoch, die Nüsse wachsen in langen weintrauben-ähnlichen Rispen. Vor dem Biss in den cremefarbenen und relativ weichen Samenkern gilt es allerdings zunächst die überaus harte Schale der Nuss zu knacken. Und ganz gleich, ob die – je nach Sorte – glatt oder rau ist: mit einem handelsüblichen Nussknacker wird man kaum Erfolg haben. Denn die „Königin der Nüsse“ gibt sich äußerst verschlossen. Mit so genannten Spindelnussknackern kommt der Gourmet dem kostbaren Inhalt am ehesten näher. Dies ist wohl auch der Grund, warum die Macadamia-Nuss fast ausschließlich geschält oder weiterverarbeitet in den Handel kommt.


Diese leckeren Kerne, die sich unter der harten Schale verbergen, kann man noch dazu mit der besten Gewissheit genießen, der Gesundheit etwas Gutes zu tun. Sie haben einen hohen Wert für die Ernährung und gelten als wahre Schatztruhen für das körperliche Wohlbefinden. Wer vor dem hohen Fettgehalt zurückschreckt – und Macadamias haben noch dazu mit 76 Prozent den höchsten unter den Nüssen – der kann beruhigt sein. Nüsse werden längst von Ernährungswissenschaftlern nicht mehr als negative Kalorienbomben angesehen. Vielmehr wird sogar dazu geraten, mehr Nüsse zu essen (und dafür andere Fette zu reduzieren). Auch die Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehlen dies inzwischen. Denn: Das Fett der Nüsse ist sehr wertvoll, da es zu über 80 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren besteht, die der Körper für zahlreiche Stoffwechselvorgänge braucht.


Die Macadamia-Nuss besteht zu etwa 82,5 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren (Ölsäure), knapp zwei Prozent mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure) und etwa 16 Prozent gesättigten Fettsäuren (Palmitinsäure). Diese Fettzusammensetzung hat sich in mehreren epidemiologischen Studien in Australien, Japan und den USA als besonders günstig zur Senkung des Gesamtcholesterin- und des LDL-Cholesterinspiegels (das so genannte schlechte Cholesterin) im Blut erwiesen. Und: Macadamias sind natürlich cholesterinfrei. Der „Königin der Nüsse“ wird daher eine vorbeugende Wirkung gegen die Entstehung von Herz- und Kreislauferkrankungen zugesprochen.

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Iris Hilberth
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