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Die Flucht aus Ägypten - das geteilte Meer

Abertausende waren es, die, geführt von Moses, Ägypten verließen, auf dem Weg in das von Gott verheißene Land. Moses ließ sie zählen, um einen Eindruck zu haben von der Stärke seiner Mannen. Über 6000 Männer und Soldaten. Und noch mal so viele Frauen, Kinder, Alte. Doch welchen Weg haben sie genommen? Drei Möglichkeiten sehen Forscher. Zum einen ausgehend von Pithom die alte Königsstraße im Norden. Zum anderen zu Fuß am oberen roten Meer durch das Schilf. Oder, etwas südlicher, Mitten durch das rote Meer hindurch. Hier wäre jedoch das tiefe Meer zu überwinden gewesen. Wenn Wissenschaftler heute nach dem wahrscheinlichsten Weg suchen, müssen sie Auch die Schilderungen der Bibel beachten, die beschreibt, wie sich das Wasser Für Moses und sein  Volk geteilt hat und danach die Fluten über dem Pharao und Seinen Truppen zusammenstürzten und diese ertranken. So waren Moses und die Seinen Gerettet. Aber wie und wo kann ein Meer sich derart teilen? Das seichte Schilf im Norden hätten die vielen tausend Flüchtenden gut zu Fuss Durchqueren können. Aber es ist unvorstellbar, dass die folgenden Truppen hier ertrunken wären. Durch das Schilf führte Moses weg also nicht. Vielen spricht dafür, dass die Flucht entlang des Mittelmeeres führt. Ihnen auf der Spur die Truppen des Pharao. Moeses muss handeln, um sein Volk zu retten. Schnell. Er weist seinem Volk den Weg in das Meer, dass sich mit Gottes Hilfe teilt. Der Weg mitten durch das Meer ist frei. Für die Wissenschaflter ist heute klar: Es muss eine große Welle gewesen sein, ein Tsunami, ausgelöst von einem Erdbeben oder einem Vulkanausbruch, die das Meer sozusagen geteilt hat. Wie ein Bug schiebt sie das Wasser vor sich her, es entsteht eine Furt, ein Weg durch das Meer. Und dann, mit einiger Verzögerung, ergießt sich die große Tsunami-Welle in diese Furt und verschluckt die Verfolger. Andere Wissenschaftler verfolgen eine andere These. Eine Fata Morgana soll In der heißen Wüste den Flüchtenden etwas vorgespiegelt haben, was es real gar nicht gab, dass ein Meer die Gegner verschlingt. Und daraus wurde dann eben, von Mund zu Mund erzählt, die Geschichte des geteilten Meeres in der Bibel. Eine Geschichte vielleicht, in der sich Wirklichkeit und Phantasie vermischen. Eine Geschichte aber auch, die bis heute den Exodus des auserwählten Volkes zu einem Mythos macht.

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