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Der Sternenhimmel im April

Merkur, Sternenhaufen und Mondfinsternis

Gute Zeiten für Planetenbeobachtungen: Im diesem April geben sich fast alle Planeten am Himmel ein Stelldichein. Vor allem der selten gut sichtbare Merkur leuchtet momentan hell am Abendhimmel. Am Ostersamstag können sich Teile der Welt über eine totale Mondfinsternis freuen – bei uns ist sie aber leider nicht zu sehen.

Am Sternenhimmel ist nun endgültig der Frühling eingekehrt: Die Wintersternbilder Orion, Stier und Perseus schauen nur noch teilweise über den Horizont. Stattdessen dominieren mit Löwe, Jungfrau und Bärenhüter die typischen Frühjahrs-Sternbilder. Zu diesen gehört auch der Herkules, der einem Viereck mit Anhängen an allen Ecken ähnelt.

Ein Sternenhaufen und eine Botschaft an die Aliens

Kugelsternhaufen M13 in Sternbild Herkules
Der Kugelsternhaufen M13 in Sternbild Herkules ist in klaren, dunklen Nächten sogar mit bloßem Auge zu sehen.

An der echten Seite des Herkules kann man in dunklen Nächten einen schwachen Lichtpunkt erkennen – den Kugelsternhaufen Messier 13. Er leuchtet so hell, dass ihn der Astronom Edmund Halley bereits im Jahr 1714 mit bloßem Auge entdeckte. Der Kugelsternhaufen M13 besteht aus mehr als 30.000 Einzelsternen und liegt rund 25.000 Lichtjahre von uns entfernt.

Weil dort so viele Sterne eng zusammen liegen, wählten ihn Astronomen 1974 als Ziel für die erste Botschaft an mögliche Außerirdische aus. Diese wurde als binär kodierte Nachricht mit dem Arecibo-Radioteleskop gesendet. In ich sind Informationen über das Aussehen der Menschen, das Erbmolekül DNS, über Zahlen und chemische Elemente enthalten. Da die Radiowellen aber mindestens 25.000 Jahre hin und ebenso lange wieder zurück brauchen, werden wir eine mögliche Antwort nicht mehr erleben.

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