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Nur noch Computer statt Bäumeklettern? Warum das Naturerlebnis für Kinder so wichtig ist

Sind Sie als Kind auf Bäume geklettert? Haben Sie schon einmal eine Kuh gestreichelt oder im Wald gespielt? Das alles sind Erfahrungen, die die meisten Stadtkinder heute nicht mehr kennen. Natur ist für sie bestenfalls ein theoretisches Konzept, direkten Kontakt zu ihr haben sie kaum, wie nun auch eine Studie bestätigt. Doch es gibt Bemühungen, das zu ändern.

Spielden Kinder an einem Bach
Viele Eltern finden es gefährlich, ihr Kind im Wald spielen zu lassen..

Kühe sind lila und Enten sind gelb: Angeblich können Stadtkinder nicht mehr zwischen Werbung und Natur unterscheiden. Auch wenn diese These widerlegt wurde, viele Kinder bekommen bei Fragen wie „Wie viele Zitzen hat der Euter einer Kuh?“ oder „Welche Farbe hat ein Fuchs?“ schon Probleme. Mit Fragen über Vögel, Bäume oder Pilze braucht man es in der Regel gar nicht erst zu versuchen.

Erschreckend naturfern

Aber selbst wenn Kinder durch Filme oder Bücher theoretisches Wissen über die Natur haben – der unmittelbare Kontakt mit Wald, Wildtieren oder selbst Nutztieren fehlt oft. Früher hing man wie Affen an Ästen, baute Buden über Bächen oder schwang sich mit Lianen in den Fluss – heute sitzen Kinder vor Computern und haben Berge von Spielzeug.

Das bestätigt auch eine Emnid-Umfrage, die von der Deutschen Wildtier Stiftung in Auftrag geben wurde: Sie zeigt eine erschreckende Naturferne von Kindern zwischen vier und zwölf Jahren.  So gaben fast die Hälfte der Kinder an, dass sie noch nie selbstständig auf einen Baum geklettert wären. Jedes fünfte Kind hat „nie oder fast nie“ ein frei lebendes Tier zu Gesicht bekommen – mal abgesehen von Tauben und anderen Stadtbewohnern.

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