Ökotrophologe/in (Diplom FH und Uni) | wissen.de
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Ökotrophologe/in (Diplom FH und Uni)

Fachkräfte sind gesucht

Aufgaben und Tätigkeiten

Der Begriff "Ökotrophologie" leitet sich aus den altgriechischen Bezeichnungen für "oikos" (Haus, Haushalt), "trophä" (Nahrung) und "logos" (Lehre, Kunde) ab. Ökotrophologie ist also die Lehre oder Wissenschaft vom Haushalt und von der Ernährung. Der Ökotrophologe beschäftigt sich mit ausgewogener Nahrung, ernährungsbezogenen Erkrankungen, der Beurteilung und Sicherung der Qualität von Lebensmitteln sowie der Organisation von Haushalten und der Gemeinschaftsverpflegung.

Arbeitsfelder und Arbeitsmarktchancen

Das Studium der Ökotrophologie befähigt dazu, Führungsaufgaben auf der mittleren und höheren Ebene zu übernehmen. Einige der möglichen Tätigkeitsfelder sind Qualitätsmanagement und Produktentwicklung in der Lebensmittel- oder Hausgeräteindustrie, Leitung von hauswirtschaftlichen Großbetrieben (Krankenhäuser oder Hotels), Vertretung der Interessen von Konsumenten bei Verbänden und Ministerien, Information und Beratung bei Verbraucherverbänden, Unterricht und Weiterbildung in Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Verbrauchs- und verbraucherorientierte Marktforschung in Verbraucherorganisationen, (Fach-)Journalismus in wissenschaftlichen Fachverlagen oder verschiedene Einsatzbereiche in der Entwicklungshilfe. Diplom-Ökotrophologen sind gesuchte Fachkräfte.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten gibt es eine Vielzahl von Spezialkursen und Seminaren, mit denen sich der Ökotrophologe weiterbilden und spezialisieren kann. Aufbaustudiengänge gibt es beispielsweise in Medienpraxis/Journalismus, Umweltschutz oder Wirtschaftsingenieurwesen. Der Verband der Diplom-Ökotrophologen bietet zudem ein Zertifikat zum Ernährungsberater VDOe an.

Ähnliche Berufsbilder und Synonyme

Verwandte Berufsfelder sind zum Beispiel die Diätassistenten und Ernährungsberater.

Voraussetzungen und Fähigkeiten

Voraussetzung ist die allgemeine bzw. die Fachhochschulreife. In manchen Ländern sind vor Studienbeginn Vorpraktika zu absolvieren. In Niedersachsen wird eine abgeschlossene Berufsausbildung zum/zur Hauswirtschafter/in oder eine vergleichbare Ausbildung vorausgesetzt.

Ausbildung

Ein ökotrophologisches Studium wird an Universitäten und Fachhochschulen angeboten. Die Studiendauer beträgt an den Fachhochschulen mindestens sieben bis acht Semester und an den Hochschulen acht bis neun Semester. Das Studium an einer Universität hat eine theoretisch-wissenschaftliche Ausrichtung, während die Fachhochschulen das problemorientierte und forschende Lernen (d.h. das Lernen durch praxisbezogene Projekte und Übungen) in ihr Vorlesungsangebot integriert haben. So schließt das Studium an den Fachhochschulen in den meisten Fällen ein bis zwei Praxissemester ein, während an den Universitäten nur zum Teil Pflicht-Praktika gefordert sind.

Kontakt

Verband der Diplom-Ökotrophologen

Giershauser Weg 15a, 50767 Köln
Tel.: 0221/799343
Fax: 0221/799401
E-Mail: vdoe@vdoe.de
VDOe

Der VDOE setzt sich seit mehr als 25 Jahren als berufspolitische Vertretung der Diplom-Oecotrophologen und der Haushalts- und Ernährungswissenschaftlern in Deutschland für die Interessen seiner Mitglieder ein. Vorrangiges Ziel dabei ist, Arbeitsgebiete für Diplom-Oecotrophologen zu erschließen und ihren qualifikationsgerechten Einsatz zu sichern. Der VDOE arbeitet vollkommen unabhängig und ohne Verfolgung wirtschaftlicher Ziele.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

Godesberger Allee 18, 53175 Bonn
Tel.: 0228/3776600
Fax: 0228/3776800
DGE

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. ist ein vor allem in Deutschland tätiger Verein, der seine Ziele frei von wirtschaftlichen und politischen Interessen verfolgt. Vollwertiges Essen und Trinken ist sein Anliegen. Es werden wissenschaftlich fundierte, aktuelle, richtungsweisende und in die Praxis umsetzbare Empfehlungen ausgesprochen.

Deutsches Ernährungsberatungs- und Informationsnetzwerk


E-Mail: info@ernaehrung.de
Ernährungsnetzwerk

Das Deutsche Ernährungsberatungs- und -informationsnetz (DEBInet) wurde von Mitarbeitern des Instituts für Ernährungsinformation konzipiert und gestaltet. Das Redaktionsteam setzt sich zusammen aus Ärzten, Diätassistenten und Oecotrophologen. Die Autoren haben sich zum Ziel gesetzt, Ernährungsinformationen patientengerecht aufzubereiten und jedem Interessierten zugänglich zu machen.

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