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Playmates, Bunnies und Centerfolds

Die Geschichte des Playboy-Magazins

Es ist das älteste, auflagenstärkste und bekannteste Männermagazin der Welt, und es gibt wohl kaum einen Mann, der nicht zumindest einmal im Leben darin geblättert hätte: die Rede ist vom Playboy. Die 1953 von Hugh Hefner in den USA gegründete Zeitschrift steht wie kaum eine andere für einen eleganten Lebensstil, materielle Selbstverwirklichung und – na klar – für schöne Frauen. Doch wie kam es zu diesem Erfolg, und beruht er tatsächlich auf einer Handvoll Aktfotos?

Der Anfang: Marilyn auf Samt

Als der erste Playboy im Herbst 1953 erschien, befanden sich die Vereinigten Staaten in einer Phase des Umbruchs. Der Weltkrieg war zwar gewonnen, doch der Ost-West-Konflikt schwelte. In Asien eskalierte der „Kalte Krieg“, während an der Heimatfront der Antikommunismus ein zunehmend bedrohlicheres Format entwickelte. Niemand konnte sicher davor sein, als „roter Sympathisant“ verdächtigt zu werden. Für zusätzliche Beunruhigung sorgten die beiden kontrovers diskutierten Bücher, in denen der Wissenschaftler Dr. Alfred Kinsey auf Basis von Umfragen detaillierte Angaben zum Sexualverhalten des Menschen machte – ein zu dieser Zeit unerhörter Vorgang, der dem Selbstverständnis vieler Leser zuwiderlief, aber einen ersten Vorläufer der sexuellen Revolution darstellte. Mitten in diese Atmosphäre platzte der Playboy hinein – und ließ gleich vom Cover eine tief dekolletierte Marilyn Monroe winken. Doch das war nicht alles – wer das Heft aufschlug, fand dort ein Aktfoto von der bekannten Filmschauspielerin, die sich lasziv auf rotem Samt räkelte. Ursprünglich war das Bild für einen Kalender produziert worden, und Playboy-Gründer Hugh Hefner hatte es angekauft. Trotzdem sollte das Magazin in der Folgezeit immer wieder mit dem Bild identifiziert werden. Vom Heft verkauften sich 50.000 Exemplare innerhalb kürzester Zeit. Der Grundstock für ein beispielloses Imperium war gelegt.

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aus der wissen.de-Redaktion
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