Als Jäger und Sammler verwendete der Mensch bereits Behältnisse aus Flechtwerk und Tierhäuten, um Dinge zu transportieren und aufzubewahren. Mit der Sesshaftigkeit und dem Ackerbau änderten sich jedoch die Bedürfnisse und Behälter zur Bevorratung wurden benötigt. Bereits im siebten Jahrtausend v. Chr. fertigte man im Vorderen Orient Gefäße aus Lehm und Wasser zur Aufbewahrung von Flüssigkeiten und Getreide, sowie zum Garen von Speisen. Dadurch veränderte der Mensch erstmals nicht nur die Form eines Rohstoffes, sondern auch das Material selbst.

Zeugnis einer bereits in der Jungsteinzeit entwickelten Bauernkultur in Nordrumänien ist diese reich verzierte Keramik. Die Cucuteni-Kultur ist eng verwandt mit der Tripolje-Kultur der Ukraine.
Jahrhunderte lang bearbeitete der Mensch den Ton ausschließlich mit der Hand. Ab etwa 3500 v. Chr. arbeitete man in Mesopotamien dann mit der Töpferscheibe, die eine schnellere und gleichmäßige Herstellung ermöglichte. Bei dem Ur-ahn moderner Töpferscheiben handelt es sich um eine waagerechte Holz- oder Steinscheibe, die auf einem Zapfen im Boden gelagert war. Sie ist ein erstes Beispiel für die Verwendung des Rades und die Nutzung der Drehbewegung. Im Laufe der Zeit entwickelte man immer bessere Werkzeuge und präzisere Brennöfen, um Gebrauchskeramik schneller herzustellen. An der grundlegenden Technik hat sich aber indes nicht viel verändert.
Um 3500 v. Chr.: In Ägypten werden Tonwaren mit einer Glasur überzogen.
Um 700 n. Chr.: In China wird Hartporzellan in kleinen Mengen hergestellt.
1850: Das Zeitalter der technischen Keramik beginnt.
1929: Siemens entwickelt die erste Zündkerze mit Keramik-Isolator.
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