Die Menschen der Jungsteinzeit begannen um 5000 v. Chr. in Mesopotamien und Ägypten, auf einfachen Webrahmen Stoffe aus Wolle und Flachs zu weben. Die Webrahmen bestanden aus zwei Holzstangen, die parallel zueinander im Boden befestigt waren. An diesen Stangen wurden Fäden gespannt. Der Weber hob mit einer Rute jeden zweiten Faden an und zog dann den Schuss durch.

Lange waren Kinder unentbehrliche Hilfen beim Weben, sie mussten oben auf den Webstühlen sitzen und die Schäfte anheben. Ein Tritthebel zum Anheben der Schäfte machte den Weber von fremder Hilfe unabhängig, zudem konnte er schneller und somit mehr produzieren. Bis zum 18. Jahrhundert ließen sich jedoch nur schmale Gewebe herstellen, weil der Schussfaden von Hand durch das Fach geführt werden musste. Erst der Engländer John Kay schaffte 1733 mit dem fliegenden Schiffchen Abhilfe und löste damit eine Revolution in der Textilindustrie aus.
1580: Der Danziger Anton Müller baut einen Mehrfachwebstuhl.
1678: Der Franzose de Gennes entwickelt einen mechanischen Webstuhl, der sich aber nicht durchsetzen kann.
1785: Edmund Cartwright konstruiert einen mechanischen Webstuhl.
1879: Werner von Siemens entwickelt eine elektrische Webmaschine.
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