vergehen
ver|ge|hen I.
〈o. Obj.; ist vergangen〉
1.
vorbeigehen, vorübergehen, verstreichen, ablaufen;
die Zeit vergeht (schnell, langsam); es sind schon drei Tage vergangen, seit …; im vergangenen Jahr
2.
allmählich aufhören, nachlassen und aufhören;
der Schmerz vergeht (wieder); der Geruch verging allmählich
3.
〈poet.〉
sterben;
der Mensch lebt und vergeht; alles Lebendige muss v.
4.
〈in Verbindung mit „vor“〉
ein bestimmtes starkes Gefühl haben (als ob man sterben müsste);
vor Hunger, vor Durst v.
sehr starken Hunger, Durst haben;
vor Sehnsucht v.
sehr starke Sehnsucht haben;
sie verging fast vor Mitleid
sie hatte starkes, inniges Mitleid
II.
〈mit Dat.; ist vergangen〉
etwas vergeht jmdm.
etwas verschwindet bei, in jmdm.;
wenn man das hört, vergeht einem der Appetit; mir ist die Lust dazu vergangen; mir ist das Lachen vergangen
III.
〈refl.; hat vergangen〉
sich v.
etwas Böses tun;
sich an jmdm. v.
jmdm. einen körperlichen Schaden tun, jmdm. geschlechtlich Gewalt antun, jmdn. zwingen, geschlechtliche Handlungen zu dulden;
sich an einem Kind v.; sich gegen jmdn. v.
jmdm. etwas Böses antun;
sich gegen ein Gesetz v.
ein Gesetz übertreten