19.06.2013
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Barck

[das oder der; frz.französisch baroque, ital.italienisch barucco, unregelmäßig geformte Perle; daher übertragen: „verschroben, exzentrisch“]
[1]
Barock
Barock
Rom, Fassade von Il Gesu
Barock
europ.europäische Kulturepoche zwischen etwa 1600 u.und 1750, zeitlich etwa mit dem Absolutismus [2] zusammenfallend. Starke Spannungen zwischen den traditionellen Gesellschaftsstrukturen u.und der sich wandelnden Geisteswelt charakterisieren die Epoche. Die naturwissenschaftl.naturwissenschaftlichen Entdeckungen eines J. Kepler, [3] G. Galilei, [4] I. Newton, [5] R. Descartes, [6] oder G. W. Leibniz [7] führten zu einer wissenschaftl.wissenschaftlichen Revolution u.und veränderten Weltsicht, der jedoch eine erstarkte feudale Ständegesellschaft gegenüberstand.
Bes.Besonders in den Künsten spiegelten sich die widersprüchl.widersprüchlichen Lebensgefühle: Die Darstellung üppiger Lebensbejahung u.und die Prachtentfaltung weltlicher u.und geistl.geistlicher Fürsten mischte sich mit Todessehnsucht u.und dem starken Bewusstsein der Vergänglichkeit. Vielschichtige, überbordend ausgeschmückte u.und pathet.pathetische Darstellungen sowie stilist.stilistische Raffinesse prägten die verschieden Kunstgattungen - nicht selten in einem Ausmaß, das später als übertrieben u.und kitschig empfunden wurde.
Zeitlich gliedert sich das B.Barock in Früh-, Hoch- u.und Spätbarock. Das Wort B.Barock wurde erstmals 1750 als architekton.architektonischer Stilbegriff verwendet, jedoch abwertend im Sinn von „bizarr“; als positiver Begriff taucht es zum ersten Mal in H. Wölfflins [8] Kunstgeschichte auf (1888). Als musikal.musikalische Stilepoche erscheint der Begriff erst 1919 bei C. Sachs. [9]
  1. Einleitung
  2. Repräsentation und Religion: die Barockarchitektur [10]
  3. Neue Formensprache in Plastik und Malerei [11]
  4. Neue musikalische Welten [12]
  5. Zwischen Diesseits und Jenseits - die Literatur des Barock [13]