17.06.2013
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Kubismus

Kurzdefinition

Kubismus, abgeleitet von lat. cubus und griech. Kybos, "Würfel", ist eine Stilrichtung der modernen Kunst, deren zentrales Merkmal es ist, ihren Gegenstand in geometrischen Formen darzustellen. Das frühere Ziel einer naturalistischen Nachbildung der Wirklichkeit wurde ersetzt durch einen neuen systematischen Bildaufbau, der die Gegenstände auf ihre Grundformen reduziert. Eine ähnliche Systematisierung betraf auch die Farbgebung; auch hier ging es nicht mehr um die Wiedergabe der Impression, sondern man konzentrierte sich auf die Farben. Im Grunde ist kubistische Kunst ein Zerlegungsprozess. Raum, Gegenstand und Farbe werden auf ihre Grundelemente zurückgeführt und dieser Vorgang sichtbar gemacht. Wie in einem Baukastensystem werden diese Struktureinheiten zur Bildkomposition benutzt. Für die Darstellung des Volumens wird keineswegs nur der Kubus, der Würfel, eingesetzt. Auch andere geometrische Formen wie Kugel, Kegel oder Zylinder werden verwendet. In Abkehr von der traditionellen Perspektive wurde schließlich in der kubistischen Malerei Simultanansichtigkeit erzielt, also so gemalt, als ob man ein Objekt von allen Seiten gleichzeitig sähe. "Kubismus" war dabei ursprünglich ein Schimpfwort, mit dem die ersten Werke der neuen Stilrichtung von einem eher ratlosen Publikum, das sich 1908 in der Galerie von Henri Kahnweiler in Paris damit konfrontiert sah, bedacht wurden.

  1. Kurzdefinition
  2. Lexikon: Kubismus [1]

Bibliografie:

  • David Cottington: Kubismus, Ostfildern-Ruit 2002
  • Hajo Düchting: Die Kunst und der Kubismus, Stuttgart 2007