| 12.9./14.11.1944 | Das erste und zweite Zonenprotokoll der European Advisory Board Commission beinhaltet eine Absprache zwischen Großbritannien und den USA über die Zoneneinteilung in Deutschland und die Gründung eines Alliierten Kontrollrats sowie einer alliierten Kommandantur für Berlin nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. |
| 4.-11.2.1945 | Auf der Konferenz von Jalta auf der Krim vereinbaren Premierminister Winston Churchill, US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der sowjetische Staatschef Josef Stalin die Gründung der Vereinten Nationen und die Neugestaltung Europas nach dem Krieg: Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen, Mitwirkung Frankreichs an der Besatzungsherrschaft, Entnazifizierung und Entmilitarisierung. |
| 7./8.5.1945 | In Reims und Karlshorst wird die deutsche Kapitulation unterzeichnet, sie tritt am 9. Mai um 0 Uhr in Kraft. |
| 7.7.1945 | Die USA übergeben das Saarland in französische Besatzungsverwaltung. |
| 17.7.-2.8.1945 | Im Potsdamer Cecilienhof findet eine Konferenz der Alliierten über die Zukunft Deutschlands statt. Das Potsdamer Abkommen regelt die militärische Besatzung. Der "deutsche Militarismus und Nazismus" sollen ausgerottet werden, und Deutschland soll niemals mehr in der Lage sein, seine "Nachbarn oder die Erhaltung des Friedens der ganzen Welt zu bedrohen". |
| 6.8.1945 | Die US-Luftwaffe wirft über der japanischen Stadt Hiroschima die erste Atombombe ab. Dabei sterben etwa 110000 Menschen, rund 80% der Stadt werden völlig zerstört. Am 9. August wird eine weitere Atombombe über Nagasaki abgeworfen. |
| 20.11.1945 | Die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse beginnen. Am 30. September bzw. 1. Oktober 1946 werden die Urteile verkündet. |
| 6.9.1946 | US-Außenminister James F. Byrnes hält in Stuttgart eine programmatische Rede, in der er die Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Selbstversorgung Deutschlands und damit auch die Selbstständigkeit der Westzonen andeutet. |
| 5.6.1947 | US-Außenminister George C. Marshall legt seinen Plan für wirtschaftliche Hilfe (European Recovery Program - ERP) für ganz Europa vor, der von seinem sowjetischen Kollegen Wjatscheslaw Molotow abgelehnt wird. |
| 20.6.1948 | Die Westalliierten führen eine Währungsreform in den Westzonen und in West-Berlin durch. Drei Tage später wird auch in der Ostzone die Währung umgestellt. |
| 24.6.1948 | Um die Westsektoren in das Währungsgebiet Ost zu zwingen, blockieren die Sowjets Berlin. Die am 26. Juni einsetzende Luftbrücke sichert die Versorgung der Berliner. Sie wird über das Ende der Blockade am 12. Mai 1949 hinaus bis zum 29. Juli 1949 fortgesetzt. |
| 23.5.1949 | Das Grundgesetz wird verkündet, das die Bundesrepublik Deutschland als parlamentarischen Staat mit Repräsentativvertretung und Gewaltenteilung schafft. Es tritt am 24. Mai in Kraft. Am 12. September wird Theodor Heuss zum Bundespräsidenten gewählt. |
| 7.10.1949 | Der Zweite Deutsche Volksrat tritt in Ost-Berlin zusammen und erklärt sich zur Provisorischen Volkskammer im Sinne der am 30. Mai bestätigten Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik. Damit ist die DDR gegründet. Vier Tage später wird der SED-Vorsitzende Wilhelm Pieck zum ersten Präsidenten gewählt. |
| 25.6.1950 | Der Koreakrieg beginnt. Ein dritter Weltkrieg wird für möglich gehalten, damit wird auch ein westdeutscher Verteidigungsbeitrag im Rahmen einer Europa-Armee denkbar. |
| 10.3.1952 | Die UdSSR schlägt den Westmächten Verhandlungen über einen Friedensvertrag mit (Gesamt-) Deutschland vor. Bundeskanzler Konrad Adenauer und die Westmächte reagieren ablehnend, denn eine Forderung der sog. Kremlnote ist der Abzug aller Besatzungstruppen und völlige Bündnisfreiheit Deutschlands. In einer zweiten Note an die drei Westmächte stimmt die Sowjetunion am 9. April freien gesamtdeutschen Wahlen unter Viermächtekontrolle zu - nicht aber unter der Aufsicht der Vereinten Nationen. |
| 17.6.1953 | Der am Vortag begonnene Streik der Arbeiter in der Ost-Berliner Stalinallee weitet sich zum Aufstand aus. Forderungen sind freie und geheime Wahlen und nationale Einheit, Rücknahme der erhöhten Arbeitsnormen. Die Sowjetunion schlägt die Revolte jedoch rasch nieder. |
| 25.3.1954 | Die UdSSR erklärt die DDR für souverän. |
| 23.10.1954 | Mit der Unterzeichnung der Pariser Verträge wird die Bundesrepublik Mitglied der Westeuropäischen Union und der NATO. Die Westintegration der BRD ist damit abgeschlossen. Die Sowjetunion interveniert zuvor noch einmal und will auch westliche Vorschläge zur Regelung der deutschen Frage akzeptieren. |
| 5.5.1955 | Mit einem feierlichen Akt wird von der Bundesregierung und alliierten Vertretern das formelle Ende des Besatzungsregimes gewürdigt, das durch die Hinterlegung der Ratifikationsurkunden eingetreten ist. |
| 14.5.1955 | Als Reaktion auf die Pariser Verträge schließen die Ostblockstaaten den Warschauer Pakt. Die DDR tritt dem Militärbündnis ein Jahr später bei. |
| 4.10.1957 | Die Sowjetunion befördert mit dem "Sputnik" den ersten Satelliten in das Weltall und löst den so genannten "Sputnik"-Schock aus, der den technologischen Rückstand der USA in der Raumfahrt bezeichnet. |
| 13.8.1961 | Die Sektorengrenze zum Ostteil Berlins und die Grenzen zwischen West-Berlin und der DDR werden durch Mauer und Stacheldraht abgeriegelt. Die Westmächte protestieren. Oktober 1962. Die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen auf Kuba führt beinahe zu einer militärischen Konfrontation von USA und UdSSR. |
| 23.-26.6.1963 | Der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy besucht die Bundesrepublik und West-Berlin. |
| Frühjahr 1968 | Weltweit wird gegen die US-amerikanische Kriegführung in Vietnam protestiert. |
| 10.6.1982 | Anlässlich des Besuchs von US-Präsident Ronald Reagan demonstrieren über 400000 Menschen gegen die Aufrüstung in Ost und West. |
| 27.1.1987 | Der sowjetische Parteichef Michail Gorbatschow kündigt eine weitreichende Demokratisierung der Gesellschaft an unter den Stichworten "Glasnost" (Offenheit) und "Perestroika" (Umgestaltung). |
| 9.11.1989 | Die Berliner Mauer und die DDR-Grenze zur Bundesrepublik werden geöffnet. |
| 15.-16.7.1990 | Gorbatschow gibt sein Einverständnis, dass ein vereintes Deutschland "frei und selbst entscheiden" könne, welchen Bündnissen es angehören will. |
| 31.8.1994 | In Anwesenheit von Präsident Boris Jelzin werden die letzten russischen Soldaten aus Berlin verabschiedet. Während sich am 18. Juni die Truppen der drei Westmächte von rd. 75000 Zuschauern bejubeln ließen, fällt die letzte Parade der russischen Verbände bescheiden aus. |
| 8.9.1994 | In Anwesenheit der Regierungschefs von Großbritannien, Frankreich und der USA werden die westalliierten Truppen feierlich verabschiedet. |