22.05.2013
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Große Antillen

Die Inseln

Die größeren Inseln der nördlichen Karibik werden gemeinhin als Große Antillen bezeichnet. Zu ihnen gehören - von West nach Ost - Kuba, Jamaika, Hispaniola (in Haiti und Dominikanische Republik geteilt) und Puerto Rico. In dieser Region liegen auch die Cayman- sowie die Turks- und Caicos-Inseln.

Die stark gegliederte Inselgruppe der Großen Antillen ist von großem landschaftlichem Reiz. Steil aufragende Gebirge mit Höhen über 3000 m, waldbedeckte Mittelgebirge und weite Tiefländer wechseln einander ab. Besonders auffällig sind die Formen des so genannten "tropischen Karstes", die sich hier auf Kalktafeln ausgebildet haben. Weite Landstriche sind durch steile Kegel ("Mogotes") mit dazwischen eingetieften Hohlformen ("Cockpits") geprägt. Folglich gibt es auch auf allen Inseln zahlreiche Karsthöhlen mit bizarren Tropfsteinen.

Entsprechend der geographischen Breitenlage ist das Klima über das ganze Jahr hinweg tropisch warm. Dies wirkt sich auch auf die natürliche Vegetation aus, die mit mehreren Tausend Arten besonders üppig entwickelt ist. Wo genügend Niederschlag fällt, hat sich tropischer Regenwald ausgebildet. Dies gilt vor allem für die zentralen Bergländer. Doch die Inselwelt der Großen Antillen ist nicht "nur" feuchttropisch. Die im Regenschatten der Gebirge liegenden niederschlagsarmen Bereiche lassen teilweise nur wasserspeichernde Pflanzen, etwa Kakteen und Dornsträucher, gedeihen. Weite Küstenabschnitte werden von Mangrovewäldern gesäumt. Die natürlichen Vegetationsformationen der Inseln, vor allem diejenigen der Feuchtsavanne, sind heute durch den wirtschaftenden Menschen weitgehend zurückgedrängt.

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Die Todis oder Plattschnäbel- hier der Grüntodi- sind kleine Rackenartige. Nur fünf Arten gibt es von ihnen, die auf den Großen Antillen zu Hause sind

Das Relief der Inseln ist Ausdruck einer immer noch nicht zur Ruhe gekommenen Erdkruste. Erdbeben - im Bereich der Kleinen Antillen auch Vulkanismus - zeugen davon.

Große Gefahr droht auch alljährlich im Herbst, wenn tropische Zyklonen entstehen und als Hurrikane über die Inseln rasen. Sie verursachen insbesondere in der Landwirtschaft verheerende Schäden. Am schlimmsten wütete 1988 "Gilbert", besonders auf Jamaika. Der auch als Jahrhunderthurrikan bezeichnete Wirbelsturm zerstörte unzählige Häuser und Hütten und machte so Tausende von Menschen obdachlos.

  1. Die Inseln
  2. Das "Puertoricanische Modell" [1]
  3. Cayman-Inseln [2]
  4. Turks- und Caicos-Inseln [3]
  5. Cayman-Inseln: Daten und Fakten [4]
  6. Turks- und Caicos-Inseln: Daten und Fakten [5]

Bibliografie:

  • Karibik I. Große Antillen / Kuba / Cayman Islands / Jamaika / Dominikanische Republik / Puerto Rico, Mairs Geographischer Verlag, 2001
  • Ulli Langenbrinck, Axel Pinck: Karibik. Große Antillen, DuMont Reise Verlag, 2001