Das Problem mit dem Feinstaub
Was ist Feinstaub?
Als Staub bezeichnet man feinste, in der Luft schwebende feste Teilchen, die zu vielen Tausenden in einem Kubikdezimeter Luft enthalten sind. Die Partikel, die ein natürlicher Bestandteil der atmosphärischen Luft sind, haben keine einheitliche chemische Zusammensetzung oder physikalische Eigenschaft, da sie aus sehr unterschiedlichen Quellen stammen. Sie entstehen auf natürliche Weise beispielsweise durch partikelbildende Gasreaktionen in der Atmosphäre oder durch Vulkanausbrüche. Mit dem Begriff Feinstaub werden die kleinsten Partikel erfasst, deren Größe bei einem Durchmesser unter 10 µm liegt. Daraus resultiert die Fachbezeichnung PM10 für den englischen Fachbegriff „particulate matter 10 µm“.
Insgesamt reicht die Teilchengröße des Staubs von Winzlingen, die nur aus einigen Molekülen bestehen, bis zu Partikeln mit einer Korngröße von bis zu 200 µm im Durchmesser. Die Größe der Staubteilchen ist wiederum sehr entscheidend für ihr Verhalten in der Luft. Während größere Partikel nur kurze Zeit in der Luft verweilen, weil sie aufgrund der Schwerkraft relativ rasch zu Boden sinken (sedimentieren), halten sich kleine Staubteilchen - zu denen auch der Feintaub gehört - bis zu zehn Tage in der Luft. Sind die Teilchen kleiner als 1 µm schweben sie nahezu unablässig in der Luft. Wie das Einwehen von Wüstenstaub aus der Sahara bis auf den europäischen Kontinent verdeutlicht, kann der feine Staub aufgrund seiner geringen Sedimentationsgeschwindigkeit mit den Luftbewegungen (Winden) leicht über größere Entfernungen transportiert werden.
- Was ist Feinstaub?
- Quelle von Feinstäuben [1]
- Je kleiner, desto gefährlicher: gesundheitliche Auswirkungen [2]
- Die Grenzwerte [3]
- Verminderung der Feinstaubemission [4]
Bibliografie:
- Matthias Stölzel: Quellen von Feinstaubpartikeln in Erfurt sowie ihre gesundheitlichen Auswirkungen, S. Roderer Verlag 2003
- H. Erich Wichmann et al.: Gesundheitliche Wirkungen von Feinstaub, Ecomed Verlag 2002