Zỵklus
Musik
i. w. S.im weiteren Sinne jede mehrteilige Komposition, die als Einheit aufgefasst wird (z. B. Messe, Suite); i. e. S.im engeren Sinne mehrteilige Kompositionen, die in sich geschlossene Werke oder aber in einer herkömml.herkömmlichen Gattung nicht zusammenfassbare Teile durch verschiedenste Mittel (Text, Tonartenanordnung, motiv.motivische Verbindungen, inhaltl.inhaltliche Zusammenhänge) aneinander fügen. Zyklen in diesem Sinn sind etwa die Liederzyklen der Romantik (F. Schubert [1], R. Schumann [2], P. Cornelius [3]), B. Smetanas [4] sinfon.sinfonische Dichtungen „Mein Vaterland“, Schumanns Klavierzyklen (z. B. „Papillons“), bisweilen spricht man auch bei großen Variationswerken von Z.Zyklus (z. B. Bachs „Goldberg-Variationen“).
Schubert, Franz
