10.12.2012
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Hussten

die Anhänger des J. Hus [1]. Sie spalteten sich früh in zwei Gruppen: Die gemäßigten H.Hussiten wollten das Abendmahl „unter beiderlei Gestalt“ (latein.lateinisch sub utraque specie), sie nannten sich daher Utraquisten oder auch Kalixtiner (latein.lateinisch calix, „Kelch“); die radikalen H.Hussiten hießen Taboriten (nach ihrem Hauptort Tabor in Südböhmen). 1420 forderten die H.Hussiten in vier Prager Artikeln: Freiheit der Predigt, den Laienkelch, Armut der Geistlichen u.und weltl.weltliche Strafen für Todsünden. Die Verweigerung ihrer Forderungen führte zu den Hussitenkriegen (1419-1436), die sowohl kirchenreformerische als auch nationaltschech.nationaltschechische Ziele verfolgten. Es kam unter den Hussitenführern J. Žižka u.und A. Prokop [2] 1420-1431 zu mehreren entscheidenden Siegen über die kath.katholischen Kreuzheere. 1433 wurde in den Prager Kompaktaten [3] der Gebrauch des Laienkelchs erlaubt. Im Verlauf des 16. Jh. Jahrhunderts schloss sich die Mehrzahl der H.Hussiten der Reformation an; der Rest der Taboriten ging in den Böhmischen Brüdern auf.