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Prothesentechnik: Mit Hightech zu sportlicher Höchstleistung

Bei den Paralympischen Sommerspielen messen sich in Rio de Janeiro derzeit behinderte Athleten in zahlreichen Disziplinen. Um ihre Sportart ausüben zu können, tragen manche von ihnen Prothesen. Die hochspezialisierten künstlichen Körperteile verhelfen den Sportlern zu Spitzenleistungen – und übertreffen dabei mitunter sogar das menschliche Original.

Sprinter mit Beinprothese im Startblock
Moderner Prothesen ermöglichen auch amputierten Athleten, sich in Sprints zu messen.
Der menschliche Körper ist ein wahres Bewegungswunder. Mithilfe von Skelett, Muskeln, Gelenken und Bändern können wir laufen, rennen, hüpfen und springen – und eine schier unfassbare Vielfalt komplexer Bewegungsabläufe vollführen. Zu was unser Körper dabei fähig ist, zeigt sich vor allem im Leistungssport eindrücklich. Erst kürzlich haben sich Athleten bei den Olympischen Spielen wieder über hohe Latten katapultiert, sind förmlich über Hürden geflogen oder haben sich elegant von Türmen ins Wasser geschraubt.

Um all dies bewerkstelligen zu können, muss der Körper in der Regel gesund und in bester Verfassung sein. Doch auch mit Handicap sind Sportler durchaus zu Höchstleistungen fähig – unter anderem dank moderner Prothesen. Sie ermöglichen auch amputierten Athleten, etwa rasante Tänze aufs Parkett zu legen oder sich in Sprints zu messen.

Biker mit Hightech-Prothese
Im Sport hat insbesondere die Forschung an modernen Werkstoffen den Weg für den Fortschritt der vergangenen Jahre geebnet und behinderten Athleten viele neue Möglichkeiten eröffnet.
Leichter und leistungsfähiger

Kamen die ersten solcher "Ersatzteile" kaum an die Fähigkeiten des ursprünglichen Körperteils heran – man denke nur an Glasaugen oder Holzbeine – müssen die heutigen Hightech-Konstruktionen einen Vergleich mit dem natürlichen Pendant nicht mehr scheuen. Künstliche Muskeln ermöglichen kraftvolle Bewegungen mit hoher Präzision, Arm- und Handprothesen lassen sich flexibel steuern, und Sensoren ersetzen zumindest ansatzweise den Tastsinn. Kurzum: Die Hilfsmittel können sich mittlerweile ähnlich gut bewegen, greifen und sogar fühlen wie das Original.

Im Sport hat insbesondere die Forschung an modernen Werkstoffen wie Silikon, Kunststoff oder Karbon den Weg für den Fortschritt der vergangenen Jahre geebnet und behinderten Athleten neue Möglichkeiten eröffnet. Die innovativen Materialien machen die Prothesen nicht nur leichter, sondern auch belastbarer und leistungsfähiger.

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DAL, 12.09.2016
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