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Raddampfer - Flussaufwärts geschaufelt

Der Mississippi

 

Mississippi-Dampfer
Der Mississippi ist der längste Fluss Nordamerikas und gehört zu den mächtigsten Strömen der Erde. Zahlreichen Filmproduktionen und natürlich dem beliebten Roman „Die Abenteuer des Tom Sawyer“ von Mark Twain ist es zu verdanken, dass bei seiner Erwähnung wohl jeder an den „typischen amerikanischen Raddampfer“ denken muss, der mit seinem großen Schaufelrad den Schifffahrtsweg zwischen dem Norden und dem Süden der USA befährt. Raddampfer prägten das Zeitalter der Dampfschifffahrt. Angetrieben von zwei seitlichen Schaufelrädern (Seitenraddampfer) oder von einem am Heck befindlichen Rad (Heckraddampfer)wurden die Schiffe vor allem auf Flüssen oder geschützten Gewässern zum Transport von Fracht und Passagieren eingesetzt. Der Antrieb des Schaufelrades erfolgte dabei durch die Kraft einer Dampfmaschine.

 

Geschichte des Raddampfers

 

Bereits Ende des 18. Jahrhunderts versuchte man sich sowohl in Amerika als auch in Europa am Bau dampfbetriebener Schiffe. Erste funktionsfähige Dampfschiffe mit Schaufelrädern wurden im Jahr 1783 vom französischen Ingenieur Claude-François-Dorothée Jouffroy d’Abbans und im Jahr 1801 vom schottischen Dampfmaschinenbauer William Symington gebaut. Kommerziellen Erfolg erzielte sechs Jahre später der Amerikaner Robert Fulton, der 1807 mit dem Raddampfer „Clermont“ erstmalig einen Dampfer baute, der rentabel betrieben werden konnte. Nach dem Vorbild der „Clermont“ kamen fortan auch in Europa Dampfschiffe zum Einsatz. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden vor allem in den USA immer mehr Dampfschiffe betrieben. Beladen mit Holz, Baumwolle und Menschen fuhren Raddampfer den Mississippi und viele andere Flüsse auf und ab, die das Befahren von flachen Gewässern mit Sandbänken dank ihres flachen Rumpfes und der Schaufelräder möglich machten.

 

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Anna Trine David
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