
Schwillt die Schleimhaut der Nase beispielsweise bei einer Erkältung an, so ist der Weg für die Atemluft zu den Riechzellen versperrt und man schmeckt kaum noch etwas.
Wenn man von einem hartnäckigen Schnupfen geplagt wird, so schmeckt man nichts mehr von den leckeren Speisen. Das Gleiche passiert, wenn man sich die Nase zuhält: weg ist das Aroma. Denn wir "schmecken" Aromen von Speisen nur mit der Nase oder der Riechschleimhaut.
Das typische Aroma eines Gerichtes wird nur über die Sinneszellen der Nase vom Gehirn wahrgenommen. Die so genannten Geschmacksknospen auf der Zunge unterscheiden lediglich salzig, süß, bitter oder sauer. Es gibt insgesamt 9.000 Geschmacksknospen, die sich auf dem Zungenrücken befinden. Die Geschmacksknospen enthalten 30 bis 80 Rezeptorzellen.
Sie wandeln "Geschmack" in elektrische Impulse um und leiten diese über Nervenfasern in der Zunge zum Gehirn. Süß wird vor allem von der Zungenspitze wahrgenommen, salzig und sauer von den Zungenrändern und bitter vom hinteren Teil der Zunge.
Dabei sind die Geschmacksknospen für bitter zehntausend Mal empfindlicher, als die für "süß". Somit können rasch bittere Stoffe wahrgenommen werden, die oft giftig sind. Unter dem Dach der Nasenhöhle befindet sich die Riechschleimhaut mit den Riechzellen. Die Riechzellen sind Nerven, die Geruchsveränderungen in der Atemluft bemerken und an das Riechhirn weitergeben.
So merken wir, ob etwas gut oder schlecht riecht beziehungsweise gut oder schlecht schmeckt. Schwillt die Schleimhaut der Nase bei einer Erkältung an oder wird die Nase zugehalten, so ist der Weg für die Atemluft zu den Riechzellen versperrt und man schmeckt kaum noch etwas, außer süß, salzig, sauer und bitter. Also: Finger weg von der Nase, wenn’s gut schmecken soll.
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