
Wer kennt nicht das Bild vom Schlafwandler, der auf den Mond zuläuft? Was sind die Ursachen für Schlafwandeln?
Sind sie auch schon einmal in der Küche stehend aus dem Schlaf erwacht? Und wer kennt nicht das Bild vom Schlafwandler, der auf den Mond zuläuft? Die Ursachen dieses Phänomens sind noch nicht ganz geklärt. Sicher aber ist: Den Mond brauchen Schlafwandler nicht.
Schlafwandeln, „Somnambulismus“ oder auch „Lunatismus“, ist ein Phänomen, bei dem Betroffene nachts ihr Bett verlassen und in der Gegend umherwandeln. Viele Schlafwandler können sich am nächsten Morgen nicht an ihre nächtlichen Aktivitäten erinnern. Kinder schlafwandeln am häufigsten. Dabei kann es gefährlich werden, wenn sie die Wohnung oder das Haus verlassen. Also, was ist Schlafwandeln?
Schlafwandler werden meist im ersten Nachtdrittel aktiv und können bis zu einer halben Stunde umherspazieren. Sie befinden sich im Tiefschlaf. Daher hat es wenig Sinn zu versuchen, sie aufzuwecken. Plötzliches Erwachen kann sogar gefährlich sein, da Schlafwandler im ersten Augenblick nicht wissen, wo sie sind. Sie können daher in Panik geraten. Am besten führt man die Person wieder in Richtung Bett.
Das Schlafzimmer eines notorischen Schlafwandlers sollte stets gut abgedunkelt sein, denn er reagiert auf Licht. Jeder kennt das klassische Bild des Schlafwandlers auf dem Dachfirst im Mondschein. Dieses Phänomen hat zwar seinen wissenschaftlichen Namen vom Mond, der heißt im Lateinischen nämlich „Luna“, aber es hat nur indirekt etwas mit dem Mond zu tun. Schlafwandler bewegen sich stets auf die stärkste Lichtquelle zu.
In früheren Zeiten, in denen der Mond die wichtigste Lichtquelle in der Nacht war, bewegten sich die Betroffenen in seine Richtung. Heute spielt der Mond für „Mondsüchtige“ jedoch keine große Rolle mehr. Er ist in Wohngebieten mit vielen Lichtquellen nur noch ein heller Punkt unter vielen. Deshalb bewegt sich der „moderne" Schlafwandler in Richtung anderer Lichtquellen.
Fachleute sind sich bis heute nicht sicher über die Ursachen des Schlafwandelns. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Schlafwandeln vererbt werden kann. Aber auch Infektionskrankheiten in der Kindheit oder psychische und körperliche Belastungen können auslösende Faktoren sein.
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