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WöRTERBUCH
Bananenrepublik:
Das Wort
Banane
kam Ende des 16. Jahrhunderts aus dem Portugiesischen ins Deutsche. Die Portugiesen hatten es einer Bantusprache Guineas und Kongos entlehnt (
banana
).
Als
Bananenrepubliken
wurden ursprünglich die kleinen Länder in den tropischen Gebieten Mittelamerikas bezeichnet, die fast nur vom Export dieser Südfrüchte lebten und dabei von fremdem Kapital meist aus den USA abhängig waren. Wirtschaftliche und politische Abhängigkeit gingen dabei meist Hand in Hand. Die korrupten Regierungen dieser Staaten wurden von der 1899 gegründeten United Fruit Company dominiert, die besonders in Honduras den Bananenanbau als Monokultur durchsetzte, um auf diese Weise billig produzieren zu können.
Der Begriff
Bananenrepublik
hat sich seitdem ausgeweitet und wird heute nicht nur in Deutschland als eindeutig negativer Ausdruck für einen Staat verwendet, in dem auf wirtschaftlichem, politischen oder rechtlichen Gebiet Korruption herrscht. So lautet zum Beispiel die englische Bezeichnung
banana republic,
die französische
république bananière,
die spanische
república bananera,
die italienische
repubblica bananiera
.
In Deutschland kam es in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts mit der FlickAffäre zu einem der größten Skandale der Nachkriegszeit. Dabei ging es um illegale Parteienfinanzierung durch Gelder vor allem des Unternehmers Friedrich Karl Flick. In diesem Zusammenhang wurde
Bananenrepublik
1984 zum Wort des Jahres, Kabarettisten lösten das Kürzel BRD auf in „Bananen Republik Deutschland“.
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