Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Der Ausdruck für die „fünfte Jahreszeit“ hat einen religiösen Hintergrund und ist durchaus wörtlich zu nehmen: Mit Fastnacht war ursprünglich nur der Abend vor dem Beginn der vorösterlichen Fastenzeit gemeint, an dem der Fastentrunk ausgeschenkt wurde, der den Abschied von üppigen Mahlzeiten und Festen mit Musik und Spielen symbolisierte. Später wurde diese allein auf den Dienstag vor Aschermittwoch gemünzte Bezeichnung dann auf die ganze närrische Zeit übertragen. Das Wort ist erstmals im Mittelhochdeutschen als vas(t)naht belegt. Während im Rheinland, in Baden–Württemberg, im Elsass und in der Schweiz von Fastnacht gesprochen wird, lautet die in Bayern und Österreich gebräuchliche Form Fasching. Dieses Wort geht auf den einst vastschanc genannten Fastentrunk zurück.
Der auch im Englischen und Französischen zu findende Ausdruck Karneval kam erst im Spätmittelalter über das Italienische nach Deutschland. Er wird meist scherzhaft vom lateinischen carne vale „Fleisch, lebe wohl“ abgeleitet.
Fortschritt durch Abtritt
Max Planck schrieb in seiner wissenschaftlichen Selbstbiografie den Satz: „Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass die Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von...
Start-ups: Heiß auf Kernfusion
Kernfusion ist ein heißes Thema, sowohl im wörtlichen Sinne als auch in der Wirtschaft: 4,8 Milliarden US-Dollar wurden bislang in Kernfusions-Start-ups investiert. Davon 2,8 Milliarden allein im vergangenen Jahr. Zwar scheinen diese Zahlen fast lächerlich im Vergleich zu den vielen Milliarden US-Dollar mit denen große...