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WöRTERBUCH

Rakete

Ra|ke|te
f.
11
durch Rückstoß angetriebener Flug oder Feuerwerkskörper
[< 
ital.
rocchetto
„Spule, Rolle“, zu
rocca
„Spinnrocken“]
Rakete:
Das Wort ist im 16. Jahrhundert in Italien entstanden:
rocchetto
lautete dort die Bezeichnung für „kleine Spule“, „Rolle“ (zu
rocca
„Spinnrocken“, das von dem erschlossenen germanischen Wort
rokka
mit der gleichen Bedeutung stammt). Sie wurde für Feuerwerkskörper gebraucht, weil diese wie kleine Spindeln aussahen. Die äußere Ähnlichkeit der Gegenstände war also für den Namen maßgebend.
Rocchetto
kam als
rogettlzeug
wieder zurück ins Deutsche, wo im 16. Jahrhundert dann die Variante
racketlein
auftaucht. Ähnlich ist übrigens auch die französische Bezeichnung für
Rakete, fusée,
entstanden: Sie leitet sich von
fuseau
„Spindel“ her.
Das erste bekannte Buch, das von einer Reise zum Mond berichtet, ist „Vera historia“ des römischen Schriftstellers Lucian aus dem Jahr 160. Im 13. Jahrhundert gab es erste einfache
Pulverraketen
, eine Erfindung der Chinesen, die schon um 1000 Schwarzpulver kannten. Die moderne
Raketentechnik
und damit die Grundlage für die Weltraumfahrt wurde Anfang des 20. Jahrhunderts begründet. Die erste
Großrakete,
die „V2“, flog erstmals im Oktober 1942 und wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs etwa 4300 Mal eingesetzt. Die „V2“ war der Prototyp für alle folgenden
Raketenentwicklungen
in Ost und West.
Eine Reihe umgangssprachlicher Ausdrücke steht im Zusammenhang mit der Rakete, die dabei den Vergleichsgegenstand bildet. Auf deren schnellen Antrieb bezieht sich die Wendung
abgehen wie eine Rakete
, die zum Beispiel in Bezug auf Fahrzeuge gebraucht wird. Auch das Adjektiv
raketenmäßig
zielt auf die Vorstellung von Geschwindigkeit. So kann ein Rennläufer „einen raketenmäßigen Start hinlegen“, wenn er optimal anläuft. Eine steile Karriere kann „raketenmäßig verlaufen“. Wenn man „jemanden auf den Mond schießen“ will oder könnte (womöglich noch „ohne Rückfahrkarte“), ist man auf diese Person wütend oder will sie am liebsten loswerden. Den Begriff „Mondlandschaft“ gab es allerdings längst vor der Landung der ersten Menschen auf dem Mond: Schon Galileo Galilei erkannte Anfang des 17. Jahrhunderts mit dem Fernrohr Gebirge und Unebenheiten der Mondoberfläche, und bereits um die Mitte des 17. Jahrhunderts entstanden erste Mondkarten.
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