Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Reise
Rei|seFahrt (an einen anderen Ort, an andere Orte);
eine R. antreten, machen; eine lange, kurze, schöne R.; die letzte R. antreten
〈geh.〉
sterben;
sich auf die R. begeben
〈geh.〉
;auf ~n gehen
verreisen;
auf ~n sein; etwas auf die R. schicken
〈ugs.〉
etwas wegschicken;
R. ins Ausland, ins Gebirge, ans Meer
Reise:
Diehat einen kriegerischen Hintergrund. Das vom althochdeutschenfür „Aufbruch“, „Fahrt“ abgeleitete Wort (zu„steigen“, „fallen“) bezog sich ursprünglich auf einen ganz bestimmten Aufbruch, nämlich den zum Kriegszug. Das Wortwurde lange Zeit auch in der heute untergegangenen Bedeutung „Heerfahrt“, „Landsknechtsdienst“ verwendet. Das Zeitalter der Landsknechte ist das 17. Jahrhundert mit dem Dreißigjährigen Krieg.
Übrig geblieben ist heute die friedliche Variante der längeren Abwesenheit vom Heimatort im Sinn vonoder, was auch in vielen Zusammensetzungen zum Ausdruck kommt. Einoderorganisiert solche Fahrten.beschäftigt sich mit touristischen Zielen, wobei die Tradition dieser Gattung jahrhundertealt ist.wurde in früheren Jahrhunderten die bei Adligen übliche, oft mehrmonatigegenannt, die meist Italien zum Ziel hatte. Heute bezeichnet man damit allgemein Reisen, bei denen Besichtigungen im Vordergrund stehen (auch:).nennt man eine Tournee von Musikern.
Das Wort erscheint darüber hinaus auch in zahlreichen Redewendungen. Das geflügelte Wort „wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“ geht zurück auf den Dichter Matthias Claudius (1740–1815). Es sind die ersten Verse seines von Ludwig van Beethoven vertonten Gedichts „Urians Reise um die Welt“. Dieist eine euphemistische Umschreibung für den Tod. Die Frage „wohin geht die Reise?“ muss nicht unbedingt einem geographischen Ort gelten, sondern kann auch im übertragenen Sinn auf das Ziel einer bestimmten Entwicklung gerichtet sein.
Übrig geblieben ist heute die friedliche Variante der längeren Abwesenheit vom Heimatort im Sinn vonoder, was auch in vielen Zusammensetzungen zum Ausdruck kommt. Einoderorganisiert solche Fahrten.beschäftigt sich mit touristischen Zielen, wobei die Tradition dieser Gattung jahrhundertealt ist.wurde in früheren Jahrhunderten die bei Adligen übliche, oft mehrmonatigegenannt, die meist Italien zum Ziel hatte. Heute bezeichnet man damit allgemein Reisen, bei denen Besichtigungen im Vordergrund stehen (auch:).nennt man eine Tournee von Musikern.
Das Wort erscheint darüber hinaus auch in zahlreichen Redewendungen. Das geflügelte Wort „wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“ geht zurück auf den Dichter Matthias Claudius (1740–1815). Es sind die ersten Verse seines von Ludwig van Beethoven vertonten Gedichts „Urians Reise um die Welt“. Dieist eine euphemistische Umschreibung für den Tod. Die Frage „wohin geht die Reise?“ muss nicht unbedingt einem geographischen Ort gelten, sondern kann auch im übertragenen Sinn auf das Ziel einer bestimmten Entwicklung gerichtet sein.
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