Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Senioren:
Dertaucht als Ausdruck für einen Mann zwischen 45 und 60 Jahren im 14. Jahrhundert im Deutschen auf. Er geht zurück auf das lateinischefür „der Ältere“ (zu„Greis“). Die Einstufung der genannten Altersgruppe als, die auch schon bei den Römern üblich war, liegt in der damals deutlich niedrigeren Lebenserwartung begründet.
Im 18. Jahrhundert findet sich das Wort dann in der Bedeutung „Familienoberhaupt“ und „Firmenoberhaupt“ als Gegenstück zum „Junior“. Dabei wird heute noch bei dem älteren von zwei Verwandten gleichen Namensoft abgekürzt dem Namen nachgestellt, also beispielsweise Walter Meier(analog Walter Meier jun.). In Unternehmen ist auch von einemdie Rede, wenn etwa der ältere von zwei Direktoren gemeint ist oder bei mehreren Generationen in einem Familienbetrieb der Vater bzw. Großvater. Seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts hat es sich eingebürgert, alte Menschen jenseits der 60 Jahre alszu bezeichnen. Das ist als sprachliche „Aufwertung“ gedacht, um Wörter wie „Alte“ zu vermeiden, die als nicht mehr zeitgemäß gelten. Dementsprechend ist aus dem Alten– oder Altersheim ein, einoder einegeworden. Die Politik hat auf die demographische Entwicklung einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung unter anderem mit der Gründung vonreagiert. Der „Senioren–Schutz–Bund Graue Panther“ ist eine 1975 nach dem Vorbild der amerikanischen Selbsthilfeorganisation „Grey Panthers“ gegründete Vereinigung alter Menschen in Deutschland, die deren Interessen vertreten und sie vor Willkür und Bevormundung schützen will.
Im Sport liegt die Altersgrenze übrigens deutlich niedriger. Dort wechseln Jugendliche in der Regel schon mit 18 oder 20 Jahren zu den
Im 18. Jahrhundert findet sich das Wort dann in der Bedeutung „Familienoberhaupt“ und „Firmenoberhaupt“ als Gegenstück zum „Junior“. Dabei wird heute noch bei dem älteren von zwei Verwandten gleichen Namensoft abgekürzt dem Namen nachgestellt, also beispielsweise Walter Meier(analog Walter Meier jun.). In Unternehmen ist auch von einemdie Rede, wenn etwa der ältere von zwei Direktoren gemeint ist oder bei mehreren Generationen in einem Familienbetrieb der Vater bzw. Großvater. Seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts hat es sich eingebürgert, alte Menschen jenseits der 60 Jahre alszu bezeichnen. Das ist als sprachliche „Aufwertung“ gedacht, um Wörter wie „Alte“ zu vermeiden, die als nicht mehr zeitgemäß gelten. Dementsprechend ist aus dem Alten– oder Altersheim ein, einoder einegeworden. Die Politik hat auf die demographische Entwicklung einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung unter anderem mit der Gründung vonreagiert. Der „Senioren–Schutz–Bund Graue Panther“ ist eine 1975 nach dem Vorbild der amerikanischen Selbsthilfeorganisation „Grey Panthers“ gegründete Vereinigung alter Menschen in Deutschland, die deren Interessen vertreten und sie vor Willkür und Bevormundung schützen will.
Im Sport liegt die Altersgrenze übrigens deutlich niedriger. Dort wechseln Jugendliche in der Regel schon mit 18 oder 20 Jahren zu den
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