Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Verfassung:
Mit Staatsrecht hatte dieursprünglich nichts zu tun. Im Mittelhochdeutschen wird das Wort im Sinn von (körperlichem oder seelischem) Zustand gebraucht. Das Verbbedeutet „sich vereinbaren wegen einer Sache“.
Dieim Sinn von schriftlich fixierten Grundsätzen über Form und Aufbau eines Staats sowie seine Rechte und Pflichten ist ein Produkt der französischen Revolution. 1789 wurde zunächst die Erklärung der Menschenrechte verabschiedet, die dann 1791 Eingang in diefand.im staatsrechtlichen Sinn ist die Übersetzung dieses französischen Begriffs. Das Gremium, das damals den Text ausarbeitete, war die so genannte. Noch heute nennt man daher eine„Konstituante“.
Die erste Verfassung in Deutschland war 1808 die „Konstitution des Königreichs Bayern“. Den ersten Anlauf zu einer Verfassung für ganz Deutschland nahm das Parlament in der Paulskirche von Frankfurt am Main nach der Revolution 1848. Der ein Jahr später beschlossene Entwurf scheiterte zwar, doch haben viele Regelungen daraus Eingang in das am 23. Mai 1949 verkündete „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ gefunden. Die Bezeichnung „Grundgesetz“ für die heutige deutsche Verfassung rührt übrigens daher, dass man seinerzeit auf diese Weise den provisorischen Charakter des westdeutschen Teilstaats zum Ausdruck bringen wollte.
Dieim Sinn von schriftlich fixierten Grundsätzen über Form und Aufbau eines Staats sowie seine Rechte und Pflichten ist ein Produkt der französischen Revolution. 1789 wurde zunächst die Erklärung der Menschenrechte verabschiedet, die dann 1791 Eingang in diefand.im staatsrechtlichen Sinn ist die Übersetzung dieses französischen Begriffs. Das Gremium, das damals den Text ausarbeitete, war die so genannte. Noch heute nennt man daher eine„Konstituante“.
Die erste Verfassung in Deutschland war 1808 die „Konstitution des Königreichs Bayern“. Den ersten Anlauf zu einer Verfassung für ganz Deutschland nahm das Parlament in der Paulskirche von Frankfurt am Main nach der Revolution 1848. Der ein Jahr später beschlossene Entwurf scheiterte zwar, doch haben viele Regelungen daraus Eingang in das am 23. Mai 1949 verkündete „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ gefunden. Die Bezeichnung „Grundgesetz“ für die heutige deutsche Verfassung rührt übrigens daher, dass man seinerzeit auf diese Weise den provisorischen Charakter des westdeutschen Teilstaats zum Ausdruck bringen wollte.
Wissenschaft
Dem Gedächtnis auf der Spur
Ein gutes Gedächtnis hilft, Vokabeln, Formeln und Fakten zu behalten. Es formt außerdem unsere Persönlichkeit. Hirnforscher untersuchen seit Jahrzehnten seine Funktionsweise. Wir beleuchten ihre Fragen und bisherigen Antworten. von FRANK FRICK Hat das Gedächtnis seinen Sitz in einer bestimmten Gehirnregion? Nein. Dennoch gibt es...
Wissenschaft
Die Spuren des Verglühens
Die wachsende Menge an Weltraumschrott bereitet auch dann Probleme, wenn sie in der Atmosphäre verglüht. Forscher untersuchen die Folgen für Klima und Ozon – und feilen an Lösungen. von ALINA WOLF Im Februar 2023 startete ein US-amerikanisches Forschungsflugzeug, die WB-57, in Fairbanks, Alaska, und stieg 19 Kilometer weit in die...