Total votes: 16
  • Send to friend
  • Diese Seite drucken
Redewendung des Tages

Es zieht wie Hechtsuppe

Nichtsahnender Hecht

Die Redewendung von der ziehenden Fischsuppe ist vermutlich durch ein Wortspiel entstanden. Ob der Hecht im Bild sein Dasein im Kochtopf beendet hat, ist der Redaktion nicht bekannt.

Friedrich der Große wusste genau, warum er beim Bau des Neuen Palais 1763 – 1769 in Potsdam eigenhändig den Grundriss der Marmorgalerie änderte und die Türen versetzt gegenüberlegte. Lägen sie exakt auf einer Achse wie bei den Raumfluchten vieler Barockschlösser üblich, wäre Zugluft quer durch jeden Raum programmiert.

"Es zieht hier ja wie Hechtsuppe" – nein, das hat der Alte Fritz allerdings noch nicht gesagt. Denn erstens parlierte er meist Französisch, und zweitens kam die Redewendung erst im 19. Jahrhundert auf.

Welches Lüftchen sie herbeitrug, ist nicht geklärt. Eine Fischsuppe muss eine Weile ziehen, um ihr Aroma zu entfalten: Ein Wortspiel könnte also der Ursprung sein. Denkbar wäre, dass der Ausspruch daher rührt, dass einige Köche das Gericht mit Meerrettich und Pfeffer verfeinern - Gewürze, deren Schärfe durchaus ein Ziehen im Mund verursachen kann.

Möglich, aber ebenfalls strittig ist die Theorie, dass der jiddische Ausdruck "hech supha" Pate stand, der so viel wie Windbraut, Orkan, Sturm bedeutet. Er wäre dann im Berliner Jargon zu Hechtsuppe verballhornt worden.

Total votes: 16
  • Send to friend
  • Diese Seite drucken

Post new comment


0 Kommentare

Filtered HTML

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.