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Redewendung des Tages

Mit dem Arsch auf Grundeis gehen

Eisgekühlt

Trotz des Ausrutschers ist die Laune gut und auch vom Tauwetter zeigt sich keine Spur. Da bleibt das Grundeis wohl noch eine Zeitlang, wo es hingehört.

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick", dichtet Johann Wolfgang von Goethe beim Osterspaziergang im "Faust", aber genau hingehört hat er leider nicht. Denn wenn das Grundeis auf dem Boden eines Sees oder Flusses taut, bricht es in Platten vom Boden los, um dann an die Wasseroberfläche zu donnern. Das macht einen Höllenlärm.

Weshalb man in der Mitte des 18. Jahrhunderts durchaus Parallelen zu menschlichen Magen- und Darmgeräuschen zog. Wer "Schiss" hat, Angst nämlich, bei dem rumort es natürlich besonders laut in den Eingeweiden. Deshalb müssen Feiglinge nicht nur bei Goethes Walpurgisnacht mit üblen Gerüchen rechnen ("Es furzt die Hexe, es stinkt der Bock"): Wem der Arsch auf Grundeis geht, der hat auch bald die Hosen voll.

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