Viel zu viele Autofahrer sind „Luftdruck-Muffel“. Sie achten kaum oder gar nicht auf den richtigen Luftdruck ihrer Reifen. Knapp zwei Drittel aller PKW weisen einen zu geringen Luftdruck auf. Bei den LKW in der EU sind es sogar über 75 Prozent. Die Konsequenzen sind nur den Wenigsten klar. Doch wer Wert legt auf mehr Sicherheit, Kosten- und CO2-Einsparung sollte in jedem Fall regelmäßig eines tun: den Luftdruck messen. Auch im Winter.
Laut Studien der Europäischen Union sind über 64 Prozent der PKW mit zu geringem Reifenluftdruck unterwegs. Was harmlos klingt, hat mehrfache Auswirkungen: auf die Sicherheit, den eigenen Geldbeutel und den CO2-Ausstoß.
Mehr Sicherheit

Auch für den optimalen Grip im Winter ist der richtige Luftdruck notwendig
Weniger Kosten
Auswirkungen hat der Reifendruck aber auch auf den eigenen Geldbeutel. Bei richtigem Druck ist der Rollwiderstand optimal – der Wagen braucht so den wenigsten Kraftstoff. Bereits ein Unterschreiten von 0,3 bar für alle vier Reifen lässt den Verbrauch um durchschnittlich 1 Prozent steigen. Eine einfache Rechnung macht das Einsparpotenzial deutlich: Der deutsche Autofahrer legt durchschnittlich 15 000 Kilometer im Jahr zurück. Bei einem Benzinverbrauch von rund 8 Litern laufen jährlich rund 1 200 Liter Kraftstoff durch den Motor. Bereits 0,3 bar weniger Luftdruck als das vorgeschriebene Optimum bedeutet 12 Liter pro Jahr. Das sind knapp 20 Euro. Darüber hinaus verkürzt zu geringer oder zu hoher Luftdruck das Leben des Reifens.
Weniger CO2-Ausstoß
Weniger Kraftstoffverbrauch bedeutet auch weniger Emissionen von Kohlendioxid. Experten gehen davon aus, dass das Einsparpotenzial allein in Europa bei mehr als zehn Millionen Tonnen CO2 pro Jahr liegt.
Regelmäßig prüfen
Experten raten, bei jedem Tanken einen Blick auf die Reifen zu werfen und sich spätestens alle vier Wochen um den empfohlenen Reifendruck zu kümmern. Den richtigen Wert findet man auf einem Aufkleber im Handschuhfach, am Türholm oder in der Tankklappe sowie der Bedienungsanleitung.








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