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Snowshoeing: Zu Fuß die Winterwelt erobern

Querfeldein Erholung suchen

Leise knirscht der Schnee. Mehr nicht. Ansonsten herrscht Stille, denn das Weiß hat die Bergwelt in Watte gepackt, die Pisten, die Seilbahnen, Fahrwege und Skihütten sind ein ganzes Stück weg. Querfeldein Erholung suchen – das ist es, was sich viele Winterurlauber wünschen. Und längst nicht jeder möchte sich dafür extra Skier unterschnallen. Die Schneeschuhe machen es möglich, auch ohne die langen Latten das Wintermärchen zu genießen und hoch hinauf zu steigen.

Schneeschuhwanderer
Einfach unterschnallen und loslaufen

Schneeschuhwanderer am Neukirchner Sonnberg mit Blick in den Nationalpark Hohe Tauern

Nordic Snowshoeing

Schneeschuhe sind keine Erfindung des 21. Jahrhunderts, auch wenn die Sportartikelindustrie - immer auf der Suche nach einem neuen Trend – dem winterlichen Marschieren mit untergeschnallten Alurahmen gleich mal die Bezeichnung "Nordic Snowshoeing" verpasst hat. Vermutlich, um den Wanderern das Gefühl zu vermitteln, etwas zu tun, was wirklich in ist. Aber das wäre vielleicht gar nicht notwendig gewesen, Schneeschuhgehen boomt auch als solches, immer mehr Wintersportgebiete werben damit. Und den Urlaubern gefällt es, das einstige Hilfsmittel der Menschen aus schneereichen Gebieten als Sportgerät zum Winterbergsteigen zu nutzen. Wer schon mal versucht hat, längere Strecken im Tiefschnee zu Fuß zurückzulegen, weiß die Erfindung der Schneeschuhe schnell zu schätzen.

 

Schneeschuhwanderer auf einem Berggrat
Auf Schneeschuhen hoch hinaus

Gratwanderung im Nationalpark Hohe Tauern

Keine Vorkenntnisse notwendig

Verglichen mit dem Skifahren – bei dem Anfänger insbesondere im Tiefschnee schnell an ihre Grenze stoßen –, bedarf es für das Schneeschuhgehen keiner besonderen Vorkenntnisse. Auch eine besondere Fitness ist nicht zwingend erforderlich: Wer es gemütlicher mag,  zieht seine Spuren in eher ebenem Gelände, ambitioniertere Outdoor-Fans können auf den praktischen Schneeschuhen auch steilere Passagen erklimmen. Auch Snowboarder nutzen die Schneeschuhe als Aufstiegshilfen.

Eine spezielle Ausrüstung zusätzlich zum Schneeschuh ist außer den üblichen Teleskopstöcken und Wanderschuhen nicht notwendig. Allerdings gilt für die Wanderer natürlich das Gleiche wie für Tourenskifahrer: Wer sich abseits der Wege im offenen Gelände bewegt, sollte seine Route gut geplant haben und dabei vor allem die Schneebeschaffenheit und die Lawinengefahr richtig beurteilen können. In unbekanntes Gelände sollte man sich besser nur mit einem Wander- oder Tourenführer wagen.

Wer diese – im Vergleich zum Skilaufen – eher bedächtige Art des Wintersports erst einmal ausprobieren möchte, kann die Schneeschuhe problemlos in vielen Wintersportorten ausleihen. Längst ist man hier auf den neuen Trend aufgesprungen, inzwischen kann man die komplette Ausrüstung inklusive Wanderschuhen, Kartenmaterial und Rucksäcken vor Ort mieten. Auch geführte Touren werden in den meisten Urlaubsregionen angeboten.

Haben Sie Lust auf einen winterlichen Aufstieg bekommen? Dann denken Sie daran: Wie bei jedem Sport sollte man auch beim Schneeschuhgehen das Aufwärmen nicht vergessen. Schließlich wird der Körper gerade bei steileren Anstiegen ordentlich gefordert. Zehn Minuten vor dem Start reichen aus, um vor allem die Muskeln und Sehnen auf die Beanspruchung vorzubereiten.

aus der wissen.de-Redaktion
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