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Schulanfang: Tipps für den rückengerechten Schulranzen

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, der Schulanfang naht. Viele Erstklässler, aber auch ältere Schüler benötigen jetzt noch schnell einen neuen Schulranzen. Aber worauf sollten Eltern beim Kauf des Ranzens achten? Damit der Schulranzen nicht zu Rückenproblemen führt, geben Experten wichtige Tipps zum Ranzenkauf.

Rückenansicht von Schülern mit Schulranzen
Besonders rückenfreundliche Schulranzen lassen sich am Gütesiegel der AGR auf den ersten Blick erkennen.
Der Schulanfang ist etwas ganz besonders für die Kleinen. Häufig fiebern sie schon lange vorher darauf hin, denn der Schulstart birgt viele neue Abenteuer. Meist wird schon der Kauf des Schulranzens zu einem großen Erlebnis. Einige Läden veranstalten sogar Ranzenpartys, auf denen die aktuellen Modelle den zukünftigen Erstklässlern und ihren Eltern präsentiert werden.

Mädchen mit Schulranzen
Insbesondere die Rückenfreundlichkeit ist bei der Kaufentscheidung ein wichtiges Thema, denn der Schulranzen wird fast jeden Tag getragen und der Kinderrücken sollte dadurch nicht falsch belastet werden.
Worauf sollte man achten?

Für die Kinder steht bei der Auswahl ihres neuen Ranzens vor allem eins im Mittelpunkt: das Aussehen der neuen Schultasche. Doch Eltern sollten auch auf einige funktionelle Merkmale und vor allem die Rückenfreundlichkeit achten. Denn der Schulranzen wird fast jeden Tag getragen und ist oft ziemlich schwer. Studien zeigen, dass gerade der Kinderrücken sehr empfindlich auf Überlastung oder Fehlbelastung reagiert.

Sitzt der Schulranzen nicht richtig, können Rückenschmerzen und Fehlhaltungen die Folge sein. Entscheidend dafür sind Belastungsdauer, das Trageverhalten, die Muskulatur und die ergonomische Qualität des Ranzens. Worauf man beim Kauf achten sollte, verraten uns Experten der Aktion Gesunder Rücken.

Gewicht: Nicht mehr als 1,3 Kilo Leergewicht

Bei vielen Eltern herrscht die Vorstellung: Je leichter der Schulranzen, desto besser. Allerdings darf man das nicht pauschalisieren. Oftmals wird bei sehr leichten Ranzen an wichtigen ergonomischen Details gespart, denn irgendwo muss das fehlende Gewicht kompensiert werden. Deswegen sollte das Gesamtpaket stimmen. Das Gewicht allein ist nicht ausschlaggebend.

Früher galt die Merkregel, dass ein vollgepackter Ranzen nicht schwerer sein sollte als zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichts des Kindes. Inzwischen haben Studien aber gezeigt, dass gerade bei älteren Schülern selbst 20 Prozent Gewicht nicht automatisch zu Rückenproblemen führen müssen. Gerade bei eher schmächtigen und jüngeren Kinder empfehlen Experten aber, zwölf Prozent des Körpergewichts nicht zu überschreiten. Für den Kauf bedeutet dies: Damit genügend Luft nach oben bleibt, sollte der Schulranzen im leeren Zustand maximal 1,3 Kilogramm wiegen.

Mädchen mit Büchern und Rucksack
Rucksäcke sind auch kein Problem, solange sie verstellbare und gepolsterte Schultergurte und eine feste Rückseite haben.

Schulrucksäcke sind auch ok

Wenn die Kinder älter werden, sind Schulranzen meist nicht mehr "cool". Jetzt sind eher Rucksäcke gefragt. Aber auch einige Grundschulkinder möchten lieber einen Rucksack. Die gute Nachricht: Auch Rucksäcke können rückenfreundlich sein. Voraussetzung ist es, dass sie ähnlich gut am Rücken sitzen und eng am Körper getragen werden wie der Ranzen.

Achten sollten Eltern daher auf verstellbare und gepolsterte Schultergurte und eine feste Rückseite. Besonders wichtig sind zudem zusätzliche Kordelzüge oder Gurte, mit denen der Rucksackinhalt zusammengepresst und so nah an den Rücken gebracht werden kann. Das verhindert, dass schwere Gegenstände nach außen und unten ziehen und verringert somit die Hebelwirkung auf den Rücken.

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AGR / NPO, 07.08.2017
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