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Spitzentanz und Straßenmusik

Die Lust am TanzenWissen für Kids

Habt ihr euch auch schon als winzige Dreikäsehochs zu Musik hin und her gewiegt, im Kreis gedreht oder mitgeklatscht? Wir Menschen haben Musik im Blut. Kaum können wir auf unseren zwei Beinen stehen, tanzen wir auch schon.

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Immer neue Drehs

Auch Tiere tanzen. Häufig ist Tanz ein Mittel, um einen bestimmten Zweck zu erreichen. Bei der Balz zeigen sich Tiermännchen von ihrer schönsten Seite, um ein Weibchen herumzukriegen.

Natürlich haben Menschen beim Tanzen auch manchmal Hintergedanken, besonders wenn sie gerade verknallt sind. Doch wir Menschen probieren auch immer neue Drehs und Sprünge.
Dagegen sind die Tänze von Tieren meist nicht besonders originell. So ist der Schwänzeltanz der Bienen eine Art Zeichensprache mit nur wenigen Bewegungsmustern.

Tanz der Gefühle

Wenn wir tanzen kehren wir unser Innerstes nach außen. Tänze können die verschiedensten Gefühle ausdrücken. Es gibt Trauertänze, Freudentänze, Hochzeitswalzer, ja sogar Tempeltänze.

Jedes Land der Welt hat seine eigenen Volkstänze. In jeder Altersstufe sind andere Modetänze „in“.
So wie HipHop und Techno eure Eltern schocken, schockte schon Punkrock eure Großeltern, Beat eure Urgroßeltern, Swing eure Ururgroßeltern usw. Selbst Walzer tanzen war einmal skandalös!

Berühmte Tänzerinnen und Tänzer sind eben genau wie Musiker oder andere Künstler ihrer Zeit oft ein paar Schritte voraus.
Viele haben ein abenteuerliches Leben. So war Mata Hari Geheimagentin und für Lola Montez ließ der bayerische König Ludwig I. sogar seinen Thron sausen.

Vom „Tänzchen“ zum Spitzentanz

Klassisches Ballett erzählt Geschichten ohne Worte. Viele Mädchen träumen von einer Karriere als Primaballerina. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Frauen im Ballett die Hauptrolle spielen.
Bis zum 17. Jahrhundert schwangen ausschließlich Männer das Tanzbein bei Aufführungen. Oft waren sie als Frauen verkleidet.

Damals war der Bühnentanz keine abendfüllende Veranstaltung, sondern lediglich ein kleines Zwischenspiel in Opern oder Theaterstücken. „Balletto“ bedeutet auf italienisch „Tänzchen“.

Die ersten Frauen, die ihren Lebensunterhalt mit Tanzen verdienten, hatten einen schlechten Ruf. Sie galten als unanständig.
Um 1830 jedoch ging ein neuer Stern am Tanzhimmel auf: Maria Taglioni, die Tochter eines italienischen Ballettmeisters. Maria verkörperte ein ganz neues Frauenbild. Zart und anmutig wie eine Fee zog sie das Publikum in ihren Bann.
Die elfengleiche Erscheinung war allerdings das Ergebnis harter Arbeit: Maria Taglioni übte jahrelang, bis sie die schwere Kunst beherrschte, leicht wie eine Feder auf Zehenspitzen über die Bühne zu schweben.

Heute können wir uns klassisches Ballett ohne Tutu, Spitzenröckchen, und Spitzentanz gar nicht mehr vorstellen.

Musik der Straße

 

Musik wird eingeteilt in U-Musik (Unterhaltungsmusik) und E-Musik (ernste Musik). Vereinfacht gesagt ist E-Musik klassische Musik, die in vornehmen Konzertsälen gespielt wird. Die Hits von heute, die ihr vermutlich am liebsten im Radio oder auf CD hört, nennt man U-Musik.

Doch viele klassische Stücke wurden zur Unterhaltung von Königen und Fürsten geschrieben. Umgekehrt kann Popmusik durchaus einen ernsten Hintergrund haben.

So entstand HipHop in den Slums von New York. Die Texte setzen sich mit dem harten Leben der Jugendlichen, mit Armut, Gewalt und Drogenabhängigkeit auseinander. Die ersten HipHop-Sänger oder Rapper waren schwarz. Mit ihrer Musik protestierten sie gegen Unterdrückung und Benachteiligung ihrer Rasse.

 

Breakdance hat seine Wurzeln im afrikanischen Tanz und Capoeira. Ursprünglich trafen sich die Bboys auf offener Straße.
Bei einem Breakdance-Battle versuchen die Dancer, sich gegenseitig mit akrobatischen Darbietungen zu übertrumpfen.

Typische Moves sind zum Beispiel die Kaffeemühle, bei der die Beine rund um den Körper geschwungen werden, oder der Headspin, die Drehung auf dem Kopf. Michael Jackson machte den Moonwalk mit seinen fließend nach hinten gleitenden Schritten berühmt.

Bei der Stange bleiben

Ob Battle oder Pas de deux - wer richtig gut tanzen will, muss hart trainieren. Angehende Balletttänzer müssen jeden Tag viele Stunden bei der Stange bleiben.

Wer im Ballett einen neuen Schritt oder beim Breakdance einen neuen Move erlernen will, muss die Zähne zusammenbeißen. Oft tut es richtig weh, bis der Körper die neue Bewegung beherrscht.

Doch die Belohnung ist ein super Gefühl - ihr habt es geschafft!

Buch-Tipps

Ian Driver
Tanzfieber, Von Walzer bis HipHop
Henschel September 2001
256 Seiten
19,90 €
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Naia Bray-Moffatt, David Handley
Meine Ballettschule
Dorling Kindersley August 2003
47 Seiten
9,90 €
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Kate Castle
Das große Buch: Ballett
Tessloff September 2002
64 Seiten
14,50 €
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Monika Wittmann
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