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wissen.de Artikel

Sprachbeherrschung – das A und O im Journalismus

Am Anfang war das Wort

Wer im Deutschunterricht stets schlechte Aufsätze geschrieben hat, den mag das journalistische Schreiben abschrecken. Falsch! Zeitungsartikel, die wie Schulaufsätze geschrieben werden, sind langweilig. Ihr Aufbau ist völlig unterschiedlich. Der Schulaufsatz beginnt mit den Einzelheiten, erwähnt dann die näheren Umstände und kommt am Ende zum Höhepunkt. Das Interesse wächst.

Wenn der Zeitungsartikel so aufgebaut wäre, hätte der Leser am Frühstückstisch oder in der S-Bahn schnell die Nase voll davon, sich die Information irgendwo am Schluss mühsam zusammenzukratzen. Ein Zeitungsartikel beginnt daher mit dem Wichtigsten, dem eigentlichen Höhepunkt, kommt dann zu den näheren Umständen und schließt mit den Einzelheiten.

Vorsicht Sprache!

Sprache ist gefährlich, missverständlich und ungenau:

„Der Tomatensaft ist aus Tomaten, aber der Hustensaft ist nicht aus Husten. Im Kinderbett liegt meistens nur ein Kind; im Kindbett darf es nicht liegen, denn in dem liegt die Mutter; die liegt überdies im Wochenbett. Der Schoßhund sitzt auf dem Schoß, aber der Schäferhund nicht auf dem Schäfer. Die Feuerwehr bekämpft das Feuer, die Bundeswehr hoffentlich nicht den Bund.“
(aus Deutsch für Profis, Wolf Schneider, Hamburg 1984)

Der Autor sollte daher die Wahl eines Wortes genau bedenken, um nicht einen falschen Eindruck oder einen Sachverhalt falsch zu vermitteln. Dies gilt besonders bei Verben der Bewegung und des Sprechens. Die Unterschiede beispielsweise zwischen sagen, meinen, behaupten, betonen, bekennen und erklären sind groß. Sie unterscheiden sich in den Kategorien wahr/unwahr und sachlich/emotional.

Klare, lebendige Sprache benutzen

Sie besteht aus

  • vielen Verben, wenig Substantiven (kein Wortgedröhn!)
  • knackigen Zitaten statt schwammigem Konjunktiv

Warum einfach, wenns auch umständlich geht?

„Die unter Deck befindlichen Angehörigen des Personals sowie die Fahrgäste haben sich ohne Ansehung des Geschlechts mit sofortiger Wirkung nach oben zu begeben.“ oder: „Alle Mann an Deck!“
(Beispiele aus: Deutsch für Profis)

So liest sich ein Text wesentlich leichter, ist besser verständlich - der Leser hat mehr Freude dabei. Andernfalls läuft der Journalist Gefahr, dass sein Leser aus dem Text aussteigt und vielleicht das Medium künftig ignoriert.

Satzwürmer zerhacken

Die Arbeit des Journalisten lebt von der Verständlichkeit. Sie soll keine wissenschaftliche Abhandlung sein, sondern so einfach erklären, dass jeder Leser auch ohne Vorkenntnisse versteht, worum es geht. Schachtelsätze haben in Artikeln jeder Art nichts zu suchen: Oft braucht nicht nur der Autor zehn Minuten, um die Satzteile ineinander zu flechten - der Leser muss die gleiche Zeit opfern, das Wirrwarr zu verstehen. Dazu hat er weder Zeit noch Lust, er hat Anspruch auf Klarheit.

Eingeschobene Nebensätze sollten nicht mehr als zwölf Silben enthalten: Einer Studie nach brauchen Leser für diese zwölf Silben rund drei Sekunden Lesezeit, die das Kurzzeitgedächtnis noch ohne Mühe überbrücken kann. Trotzdem gilt es, die Länge und den Aufbau der Sätze zu variieren, da der Text sonst langweilig und monoton wirkt. Nebensätze sind also, wenn sie geschickt angeordnet sind, erlaubt. Ein Gleichklang der Sätze, der stets selbe Satzaufbau, sollte vermieden werden.

Stehen in einem Satz Verb und Hilfsverb wie „hat ..... gesagt“ zu weit auseinander, kann der Leser zunächst nur ahnen, was folgt und zieht vielleicht einen falschen Schluss. Die deutsche Grammatik gestattet verschiedene Möglichkeiten, Subjekt, Prädikat und Objekt in einem Satz anzuordnen. Die Reihenfolge muss so gewählt sein, dass der Leser nicht lange rätseln muss, wer oder was gemeint ist.

Besonders erste Sätze („Leadsätze“) sollten kurz und knackig sein und nicht, wie im folgenden Zitat, mit ungelenken Konstruktionen überfrachtet:

„Nach einer sehr guten, nahezu fehlerfreien und von den japanischen Zuschauern mit großem Beifall bedachten Kür war der Lohn für das deutsche Eiskunstlauf-Paar Mandy Wötzel und Ingo Steuer aus Chemnitz „nur“ die olympische Bronze-Medaille.“
(Berliner Morgenpost, 11.02.1998)

Mit den sieben Satzzeichen spielen: .,;!?-

Für viele Journalisten gibt es nur Punkt und Komma, obwohl die deutsche Sprache viele Möglichkeiten bietet. So lassen sich mit dem Semikolon zwei Gedanken wunderbar miteinander verknüpfen; zugleich wird der Text abwechslungsreicher gestaltet, als wenn sich immer nur Hauptsatz an Hauptsatz reiht. Das gleiche gilt auch für den Gedankenstrich, der leider viel zu selten verwendet wird. Er bietet sich besonders bei Gegensätzen und Vergleichen an.

Immer häufiger sieht man in Zeitungsartikeln den Doppelpunkt: Mit ihm kann der Autor elegant einen Höhepunkt ankündigen oder einen Sachverhalt kürzer darstellen - zum Beispiel als Überleitung oder Einleitung zu dem, was folgt. Zugleich gewinnt der Text dadurch an Tempo. Aber Vorsicht: Mit Doppelpunkten, Semikolons oder Gedankenstrichen auch nicht übertreiben. Im Regelfall gilt: Nicht mehr als eines dieser Satzzeichen - Semikolon, Doppelpunkt oder Gedankenstrich - pro Absatz.

Beispiele:
„(Der) Grund:...“ statt „Der Grund besteht darin, dass ...“
„Die Story: ...“ statt „Die Story handelt von ...

Beim Lesen von Artikeln ergeben sich häufig Fragen. Warum stellt man sie nicht im Text und beantwortet sie gleich? Informationen können so auf unterhaltsame Art vermittelt werden. Boulevard-Journalisten verwenden das Fragezeichen besonders gern.

Sparsam das Ausrufungszeichen verwenden! Denn nur selten handelt es sich wirklich um einen Ausruf (wie in diesem Fall). Wird es zu häufig eingesetzt, vermittelt der Autor den (meist ungewollten) Eindruck der Übertreibung.

Texte ausgliedern und Absätze einfügen

Stress und Informationsflut machen immer mehr Menschen lesefaul. Deshalb werden Artikel in der Regel immer kürzer, selbst bei der dicken Wochenzeitung Die Zeit. Der Erfolg des Nachrichtenmagazins und Spiegel-Konkurrenten Focus ist zu einem großen Teil auch darauf zurückzuführen und hat die Medienlandschaft damit entscheidend verändert: Viele Medien sind diesem Trend gefolgt. Oft ist es nicht schwer, längere Artikel in mehrere kürzere aufzugliedern. Zum Beispiel kann eine Person nur mit wenigen Zitaten im Haupttext auftreten. Hat sie noch mehr Interessantes zu sagen, kann man ihr zusätzlich ein Interview widmen. Hintergründe, Adressen, Termine oder Preise lassen sich gut in getrennte „Kästen“ stecken - also in kurze Texte, die optisch eingerahmt sind. Ebenso lassen sich bestimmte Zahlen leichter und übersichtlicher in einer Info-Grafik darstellen. Ziel ist, den schweren Brocken in leicht verdauliche Häppchen aufzuteilen.

Innerhalb eines Mediums wechseln sich Texte unterschiedlicher Länge ab. Der Leser kann sich dann nach inhaltsschweren Stücken bei kürzeren Artikeln „erholen“.

Sinnzusammenhänge in Absätze gliedern: Das verschafft sprachliche Klarheit und eine gedankliche Pause. Gedankengänge dürfen aber nicht durch einen Absatz zerrissen werden. Und: Zwei Absätze sollten auch sprachlich miteinander verknüpft werden. Wie lang kann ein Absatz sein? Im Zeitungsalltag haben sich etwa 15 gedruckte Zeilen als sinnvoll erwiesen.

Die richtige Zeit wählen

Normalerweise steht ein Text im Präsens oder Präteritum. Die Gegenwart lässt den Text lebendiger wirken und liest sich attraktiver. Doch gerade bei Nachrichten und Berichten kann das Präsens nicht eingesetzt werden, da das Ereignis in der Vergangenheit liegt. In diesem Fall steht der erste Satz im Perfekt und der Rest im Präteritum.

Beispiel:
„In Northeim hat das 20. Schützenfest begonnen. Bis zum Nachmittag drängten sich nach Angaben der Veranstalter mehr als 2000 Menschen an den Bühnen und Ständen. ...“

Ausnahme: Der Artikel beginnt mit einem Zitat; dann ist die Zeitform des Zitats ausschlaggebend. Danach geht der Artikel im Präsens (zum Beispiel bei einer Reportage) oder im Präteritum weiter.

Jedes Wort nur einmal

Natürlich lässt es sich häufig nicht vermeiden, Worte zu wiederholen. Doch das muss in erträglichen Abständen geschehen. Synonyme (Worte mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung) helfen da oft weiter. Allerdings gilt auch: Bevor der Autor verkrampft nach ständig neuem Ersatz sucht und die irrsinnigsten Synonyme erfindet, sollte er besser die Sätze umstellen, Pronomen verwenden oder auf das ursprüngliche Wort zurückgreifen. So wird Berlin immer wieder zu Spree-Athen, Hamburg zur Hafen-Metropole und München zur Bayern-Metropole: Diese Synonyme möchte wirklich niemand mehr lesen. Bei der Suche nach dem treffenden Synonym passiert es leicht, das falsche Wort zu wählen.

Wortwiederholungen ersetzen jede Glosse, wenn sie nur so durch die Zeilen rattern:
„Der am Mittwoch am Dehmsee bei Berkenbrück tot geborgene tote Mann ist vermutlich einem Tötungsverbrechen zum Opfer gefallen, ...“
Der ist bestimmt mausetot!
(Berliner Zeitung, 03.09.1993)

Fremdwörter vermeiden

In die deutsche Sprache schleichen sich immer mehr Anglizismen. Gehören sie zur allgemeinen Umgangssprache, ist das in Ordnung. Schließlich sagt heute niemand mehr Korbball, sondern Basketball; oder fällt einem etwas anderes als „Walkman“ ein? Ein „tragbares Cassetten-Gerät“ wäre sehr umständlich.

Der gute Journalist sollte jedoch die Amerikanisierung der deutschen Sprache nicht unnötig übernehmen oder vorantreiben, falls der englische Ausdruck nicht ungemein klarer und griffiger ist. Wenn es ein deutsches Wort gibt, sollte es auch genutzt werden. Das Paperback ist als Taschenbuch viel geläufiger und die exotisch klingende Exkursion bleibt nüchtern betrachtet ein Ausflug.

Falls Fremdwörter und Insider-Begriffe nicht allgemein bekannt sind, müssen sie erklärt werden. Das gilt besonders dann, wenn sie in Zitaten vorkommen. Manchmal verstecken sich auch Wissenschaftler und Experten gern in ihrer Fachsprache, die ein Journalist erst entschlüsseln muss.

Trotz allem gilt: Vorsicht mit dem Eindeutschen von ausländischen Worten, denn schnell können Fehler passieren. Im deutschen Wortschatz gibt es eigentlich kein „Netzwerk“. Die richtige Übersetzung des amerikanischen Wortes „network“ ist schlicht und einfach das Netz.

Vorsicht vor Stereotypen und Klischees

„Er läuft und läuft und läuft“ für den Verkaufserfolg eines Autos zu schreiben, wie beim VW-Käfer, ist heute nicht mehr originell, sondern einfach nur abgedroschen und langweilig. Genauso wie der Spruch „unglaublich, aber wahr!“ - das trifft schließlich auf jedes Ereignis zu und war schon x-Mal zu lesen. Der Beigeschmack muss auch nicht immer fade sein. Nebenbei: Was ist ein fader Beigeschmack? Kritik muss auch nicht immer geerntet oder geübt werden. Die Ernte gehört aufs Feld und geübt wird nur im Training. Es reicht auch, im Mittelpunkt der Kritik zu stehen oder Kritik einzustecken und Kritik zu äußern oder einfach nur zu kritisieren. Ein Unglück, das selten alleine kommt, bringt die Leser nur zum Gähnen. Auch muss nicht immer fieberhaft nach der Nadel im Heuhaufen gesucht werden...

Gute Texte bestechen durch neue Formulierungen und Eigenkreationen des Journalisten. Wobei bekannte Phrasen durchaus Pate stehen können: Wenn sie abgewandelt werden oder in einem neuen Kontext stehen, sind auch sie wieder pfiffig.

Abkürzungen ausschreiben

Es sei denn, sie werden von jedermann verstanden und sind alltäglich im Gebrauch, wie beispielsweise NATO, UNO, EU und DDR.

Unbekannte Abkürzungen müssen nur einmal zu Beginn ausgeschrieben werden. Das Kürzel wird in Klammern gesetzt. Dann kann der Autor fortan die Kurzfassung verwenden. Also: Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Offizielle Bezeichnungen

Sie sind oft sperrig und lästig. In Berlin gibt es zum Beispiel keinen Schulsenator, sondern den Senator für Schule, Berufsbildung und Sport. In Bayern heißt das Bildungsministerium korrekt Staatsministerium für Unterricht, Kultur, Wissenschaft und Kunst. Ist die offizielle Bezeichnung einmal angegeben, kann der Redakteur der Einfachheit halber auf die umgangssprachlichen Begriffe zurückgreifen.

Dieser journalistische Grundsatz ist allerdings immer mehr auf dem Rückzug. Aus sprachlichen und räumlichen Gründen verzichten immer mehr Redaktionen auf die offizielle Bezeichnung, wenn die tatsächliche Bedeutung allgemein bekannt ist. Gerade bei Mammut-Ministerien in der Politik wird immer mehr vom Familienministerium gesprochen oder die Frauenministerin zitiert.

Finger weg von „man“ und „-innen“

Das Verlegenheits-Subjektiv „man“ ist allzu beliebt. Es verschleiert meistens nur den wahren Täter und und wirkt staubig. Die Allerweltsbezeichnung bringt den Journalisten um lebendigere Substantive und den Leser um Klarheit.

Beispiel:
„Man konnte den Täter nicht finden.“ Wer? Die Polizei, die Feuerwehr, die Zeugen, der Schulleiter, die Schüler?

Die weibliche Form „-innen mag zwar „politisch korrekt“ sein, ist im journalistischen Text jedoch Fehl am Platz. Redakteure sollten dieser ideologischen Mode-Erscheinung nicht folgen. Sie ist sperrig und unnötig. Die Leser wissen, dass es nicht nur Schüler, sondern auch Schülerinnen gibt. In bestimmten Fällen, um einen Sachverhalt besonders zu betonen, kann natürlich auch die weibliche Endung verwendet werden.

Kein Kummer mit der Nummer

Faustregel: Zahlen von eins bis zwölf werden ausgeschrieben, außer bei Datums- und Ziffernangaben. Ab 13 werden Ziffern benutzt. Zum Streitfall in den Redaktionen wird oft folgendes Problem: „Jungen im Alter von zehn bis 15 Jahren“ - dies sollte fallweise entschieden werden.

Die oben genannte Regel ist in jüngster Zeit stark aufgeweicht worden. Auch die größte Nachrichtenagentur Deutschlands, dpa, verwendet Ziffern und ausgeschriebene Zahlen bis 12 nunmehr je nach Situation. Im obigen Satz wäre die Lösung klar: „Jungen im Alter von 10 bis 15 Jahren“. Ziffern sind kürzer und schaffen besondern bei gehäuft auftretenden Zahlen eine bessere Vergleichbarkeit und Übersichtlichkeit. Auch bieten sich Ziffern an bei Ausdrücken wie „Auf Platz 1 ..., auf Platz 2 ...“.

Passiv vermeiden

Ereignisse, die im Passiv wiedergegeben werden, wirken langweilig und weit weg. Das Aktiv macht die Geschichte viel lebendiger. Das gilt ganz besonders für Reportagen. Außerdem verschleiert das Passiv - ähnlich wie das Wörtchen „man“ - gerne den Täter.

Beispiel:
„Der Pferdemarkt ist am Samstag in Hintertupflingen eröffnet worden.“ Warum nicht gleich: „Bürgermeister XY hat am Samstag in Hintertupflingen den Pferdemarkt eröffnet.“

Direkte und indirekte Rede richtig verwenden

Zitate machen einen Text spannend und lebendig. Doch sie sind auch eine große Fehlerquelle.

Wörtliche Zitate müssen getreu übernommen werden. Sprachliche Glättungen sind erlaubt, Verkürzungen unter Umständen auch - beides darf jedoch nicht den Sinn entstellen. Die Quelle sollte am Anfang oder am Ende des Zitats genannt werden. Gerade im Magazin-Journalismus ist es auch üblich, ein Zitat oder gar einen Satz zu zerteilen. Zitate müssen nicht aus kompletten Sätzen bestehen und können daher in einen Satz eingeflochten werden.

Die indirekte Rede muss unbedingt im Konjunktiv stehen. Der Duden beschreibt die Grundregel so: Die indirekte Rede soll im Konjunktiv I stehen; es sei denn, die Form ist die gleiche wie im Indikativ und somit nicht eindeutig. Dann muss der Autor den Konjunktiv II verwenden (der sonst nur gebraucht wird, um etwas Unmögliches oder nicht Vorhandenes auszudrücken). Vielen Journalisten passiert es, dass sie die falsche Form verwenden und so einen Sachverhalt falsch wiedergeben.

Beispiel:
„Er komme“ heißt, er kommt. „Er käme / Er würde kommen“ heißt, er kommt nicht.

Wechseln sich direkte und indirekte Rede ab, liest sich der Artikel leichter. Der Aufbau ist interessanter. Wenn der Autor direkte Zitate hat, soll er mit ihnen allerdings nicht sparen.

Eine weitere Möglichkeit, Personen zu Wort kommen zu lassen, bieten Wendungen wie „nach Angaben von XY“, „nach Ansicht von XY“, „laut XY“ oder „wie XY sagte / mitteilte“. Vorsicht: In diesem Fall folgt der Indikativ!

Beispiel:
Laut Bürgermeister XY wird das Schulfest dieses Jahr aus Kostengründen nicht stattfinden.

Namen nennen

Ein Artikel ohne Namen ist langweilig, schlecht recherchiert und wenig informativ.

Bei der ersten Nennung hat jede Person einen Vor- und einen Nachnamen sowie meist eine Funktion (z.B. Pressesprecher, Vorsitzender, Bürgermeister). Im weiteren Text benutzt der Redakteur nur noch den Nachnamen. Auf eine Anrede wie Frau XY oder Herr XY wird verzichtet. Auch Titel wie Dr. oder Diplom-Kaufmann können außen vor bleiben. Die Ausnahme ist der Professor: Er kann erwähnt werden, sollte aber ausgeschrieben werden.

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