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wissen.de Artikel

Sprachen bei Lehrern im Trend!

Die UNESCO rief im Jahr 1994 den internationalen Tag des Lehrers ins Leben. Gewählt wurde der 5. Oktober, weil an diesem Tag im Jahr 1966 eine spezielle interstaatliche Konferenz stattfand, die von der UNESCO und der International Labour Organisation (ILO) organisiert wurde. Hier wurde eine Empfehlung hinsichtlich der gesellschaftlichen Stellung von Lehrern ausgesprochen. Der Empfehlung wurde in einer Gesetzesvorlage zugestimmt, die sogar heute noch gültig ist. Zum internationalen Tag des Lehrers hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden einige Fakten zum Lehrerberuf zusammengestellt.

Im vergangenen Schuljahr 2006/07 unterrichteten rund 792 000 hauptberufliche Lehrkräfte an Deutschlands allgemeinbildenden und beruflichen Schulen; das waren 0,9% mehr als im Schuljahr 2000/01. Von diesen waren gut 40% teilzeitbeschäftigt. Dieser Anteil ist gegenüber dem Schuljahr 2000/01 um 3,6 Prozentpunkte gestiegen. In demselben Zeitraum sank die Zahl der Schülerinnen und Schüler um 4%.
 
Etwa 65% der Lehrkräfte waren Frauen. Dieser Anteil ist gegenüber 2000/01 um rund 3 Prozentpunkte gestiegen. An den teilzeitbeschäftigten Lehrkräften waren Frauen mit 83,5% überproportional stark vertreten; auch bei den vollzeitbeschäftigten Lehrkräften bildeten die Lehrerinnen mit 52% die Mehrheit.

Deutschlands Lehrkräfte sind immer älter: Im Schuljahr 2006/07 lag das Durchschnittsalter des Lehrerkollegiums bei 48,1 Jahren gegenüber 47,3 Jahren im Schuljahr 2000/01.
 
Nachdem die Zahl der Lehramtsstudierenden im Zeitraum von 1996 bis 2000 stark zurückgegangen war, ist das Interesse am Lehramt in den letzten Jahren wieder kontinuierlich gestiegen. Im Wintersemester 2006/07 waren 208 800 Studierende in einem Lehramtsstudiengang eingeschrieben. Das waren rund 11% mehr als im Wintersemester 2000/01, als die Zahl der Lehramtsstudierenden mit 187 600 einen Tiefpunkt erreicht hatte, aber immer noch knapp 6% weniger als vor zehn Jahren.

Insbesondere für Frauen scheint der Lehrberuf attraktiv zu sein – ihr Anteil lag unter den angehenden Lehrern und Lehrerinnen bei 68%. Für die Lehrerausbildung (mit Referendariat) wird in der Regel eine Dauer von sechs Jahren veranschlagt. Da die Zahl der Studienanfänger, die ein Lehramt anstreben, 2003 mit 34 500 einen Höchststand erreichte, ist davon auszugehen, dass das Angebot an Lehrkräften in den nächsten Jahren weiter zunimmt.
 
In der Beliebtheitsskala der angehenden Lehrerinnen und Lehrer rangierten die Sprach- und Kulturwissenschaften im Wintersemester 2006/07 nach wie vor an erster Stelle: Mehr als die Hälfte (rund 60%) der Studierenden wählte ihr erstes Studienfach in dieser Fächergruppe. Nur 22% der angehenden Lehrer und Lehrerinnen wählte ein Hauptfach im Bereich der Mathematik und Naturwissenschaften. An dritter Stelle stand der Fachbereich Sport mit rund 6%.


Kontakt:

Bereich Schulstatistik
Annemie Kehrein,
Telefon: (0611) 75-2537,
E-Mail: schulstatistik@destatis.de


Bereich Hochschulstatistik
Thomas Feuerstein,
Telefon: (0611) 75-4195,
E-Mail: hochschulstatistik@destatis.de

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