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Start in den Beruf: Erfolgreich und gesund

Frisch von der Uni

Nun ist es endlich so weit: Der Tag, auf den Sie viele Jahre der Ausbildung hingearbeitet haben, ist gekommen. Endlich haben Sie Ihren ersten richtigen Arbeitsplatz. Viel Neues erwartet Sie nun und sicher gehen Sie voll Spannung und auch etwas aufgeregt an die neue Lebensphase heran. Damit die ersten Arbeitstage möglichst reibungslos verlaufen, bereiten Sie sich frühzeitig auf den Beginn vor:

  • Besorgen Sie sich bereits im Vorfeld alle nötigen Unterlagen, die Sie für Ihre Einstellung bereithalten müssen, z.B. die Lohnsteuerkarte.
  • Kümmern Sie sich um Ihre Krankenversicherung - die Anmeldung übernimmt in der Regel der Arbeitgeber.
  • Je nach Berufsfeld müssen Sie evtl. ein Gesundheitszeugnis mitbringen. Erkundigen Sie sich rechtzeitig.
  • Lassen Sie Ihre Zeugnisse, Diplome etc. kopieren und beglaubigen.
  • Überlegen Sie sich rechtzeitig, was Sie am ersten Arbeitstag anziehen werden. Sie sollten eine tadellose Garderobe bereithalten - überprüfen Sie daher, rechtzeitig was noch gewaschen oder genäht werden muss.

Um gerade in den ersten Wochen und Monaten einen guten Eindruck bei Ihren Vorgesetzten und Kollegen zu machen, sollten Sie folgende Regeln beachten:

  • Seien Sie so natürlich wie mögliche. Seien Sie einfach Sie selbst - weder zu schüchtern noch übertrieben selbstbewusst.
  • Versuchen Sie, sich die Namen Ihrer Kollegen möglichst schnell einzuprägen. Notieren Sie sie notfalls.
  • Begegnen Sie auf dem Flur Kollegen, denen Sie noch nicht vorgestellt wurden, gehen Sie ruhig auf sie zu und stellen Sie sich selbst vor.
  • Versuchen Sie von Beginn an, einen guten Draht zur Abteilungssekretärin zu bekommen. Bei Ihren anfänglichen Informations- und Orientierungsproblemen kann sie sich als ein "Fels in der Brandung" erweisen.
  • Lernen Sie von Anfang an und so rasch wie möglich die Spielregeln an Ihrer neuen Arbeitsstätte und halten Sie sich daran.

Stichwort "Sozialkompetenz"

Die lieben Kollegen

Der Berufsanfang ist in vielerlei Hinsicht spannend und Sie werden eine Menge neuer Erfahrungen machen. Vermutlich werden Sie allerdings auch bald feststellen, dass am Arbeitsplatz einige andere Spielregeln zu beachten sind als beispielsweise an der Universität oder der Schule. Persönliche Kontakte werden hier nicht mehr ganz so ungezwungen geknüpft. Hier gilt es nun, konstruktiv mit den Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten und sich in ein Team einzufügen, mit dem man gemeinsam ein bestimmtes Ziel erreichen will. Dass Ihnen das anfangs ein bisschen zittrige Knie bereitet, ist ganz normal.

Sie sollten daran denken, dass Arbeitskollegen zuallererst keine Freunde sind. Es ist zwar schön, wenn sich im Lauf der Zeit hier und dort eine nette Freundschaft entwickelt. Vorerst sollten Sie dies allerdings im Hinterkopf behalten. Waren Sie es also gewohnt, an Schule und Uni unkompliziert und ungezwungen auf jemanden zuzugehen und diesen womöglich auch gleich zu duzen, sollten Sie im Berufsleben etwas diplomatischer an die Sache herangehen. Dies gilt besonders für eher konservative Unternehmen, die auf traditionelle Umgangsformen Wert legen. Fallen Sie also nicht gleich mit der Tür ins Haus, indem Sie bereits am ersten oder zweiten Tag fragen, ob man sich auch mal in der Freizeit treffen könnte. Warten Sie erst einmal in Ruhe ab, bis Sie alle besser kennen gelernt haben und die jeweiligen beruflichen Hierarchien verstehen.

Es kann natürlich passieren, dass Sie nicht von allen sofort die erhoffte positive Resonanz erhalten. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen. Meist liegt das gar nicht an Ihrer Arbeit oder Ihrer Persönlichkeit. Oft behindern eingefahrene Strukturen und Konkurrenzdenken die Integration neuer Mitarbeiter. So befürchten z.B. manche Nicht-Akademiker, dass der Arbeitskollege von der Universität schneller auf der Karriereleiter emporsteigen könnte als sie selbst. Diese und ähnliche Gründe gibt es also zahlreich und dürfen Sie nicht weiter beeinflussen.

Stellen Sie ruhig Fragen, wenn Sie etwas nicht verstehen und gewisse Vorgänge erklärt haben möchten. Seien Sie diesbezüglich nicht zu schüchtern und denken Sie sich immer: Dumme Fragen gibt es nicht, höchstens dumme Antworten!

Gerade zu Beginn Ihrer Tätigkeit sollten Sie Ihr Herz nicht auf der Zunge tragen. "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" gilt hier besonders! Üben Sie sich in Zurückhaltung und reden Sie nicht zu viel über sich selbst - und erst recht nicht über Kollegen oder Vorgesetzte. Sie könnten sonst Gefahr laufen, schnell in eine Außenseiterrolle zu geraten, weil man Sie für ein Lästermaul hält.

Der Umgang mit dem Chef

Der Chef oder Abteilungsleiter kann ein sehr angenehmer und umgänglicher Mensch sein oder auch ein Furcht einflößender Manager. Welche Persönlichkeit Ihr Vorgesetzter auch immer hat, beherzigen Sie auf jeden Fall folgende Regeln:

  • Folgen Sie seinen Anordnungen, besonders wenn Sie noch in der Probezeit sind - er ist immerhin Ihr Vorgesetzter.
  • Zeigen Sie sich loyal! Das heißt u.a.: Fallen Sie ihm im Beisein anderer nicht in den Rücken. Differenzen sollten Sie mit ihm unter vier Augen klären.
  • Verhalten Sie sich diplomatisch: Geben Sie ihm nicht das unnötige Gefühl, sich mit anderen Kollegen gegen ihn zusammenzuschließen.
  • Machen Sie sich unentbehrlich: Sind Sie z.B. im Gegensatz zu ihm ein Sprachtalent, bieten Sie ihm doch ruhig an, gelegentlich firmenrelevante Übersetzungen oder Auslandskorrespondenz für ihn zu erledigen.

Der Umgang mit Kritik

Gerade Berufsanfänger werden anfangs oft kritisiert oder darauf hingewiesen, wie sie eine Aufgabe besser ausführen können. Während für viele die anfängliche Kritik einfach zum Berufsanfang gehört, haben andere Mühe, damit umzugehen. Hier ein paar hilfreiche Tipps, falls Sie zu Letzteren gehören:

  • Erwidern Sie nicht, ohne zu überlegen, etwas Unbedachtes und verteidigen Sie sich nicht sofort, sondern hören Sie ruhig zu und nehmen Sie die Kritik erst einmal als solche auf.
  • Steht Ihnen ein erregt kritisierender oder gar cholerischer Vorgesetzter gegenüber, versuchen Sie ganz tief und ruhig zu atmen und seine Worte - die wahrscheinlich heftiger ausfallen dürften als beabsichtigt - einfach an sich abprallen zu lassen.
  • Falls Sie seiner Kritik nicht zustimmen, teilen Sie das Ihrem Vorgesetzten in ruhigem und verbindlichem Ton mit.
  • Überlegen Sie sich nach jedem Kritikgespräch, ob nicht tatsächlich ein Funken Wahrheit daran ist und was Sie daraus lernen können. Jeder macht einmal Fehler - klug ist der, der daraus lernt!

Wenn der neue Arbeitsplatz zum Problem wird

Stress

Wenn Sie gerade am Anfang Ihrer beruflichen Karriere stehen, wird Ihnen dieser unangenehme Zeitgenosse vielleicht noch nicht so sehr bekannt vorkommen. Doch sicherlich kennen Sie die nervenaufreibende Anspannung, die man vor Klausuren und anderen Prüfungen hat. In gewisser Weise ist es im Beruf ähnlich. Jedoch müssen Sie hier aufpassen, den Stress gegebenenfalls auch wieder abzubauen, da er sich sonst peu à peu aufstaut und nicht wie im Falle der Klausur nach besagtem Ereignis wieder abflaut.
Viele sind sich gar nicht bewusst, dass die "Managerkrankheit" oft auch daher rührt, dass sie zu hohe Ansprüche an die eigene Person stellen. Lernen Sie beizeiten, auch einmal "nein" zu sagen, ehe Sie sich überfordern. Halsen Sie sich nicht überdurchschnittlich viel Arbeit auf, nur um sich bei Ihrem neuen Chef beliebt zu machen. Das Maß können Sie nämlich hinterher schlecht wieder zurückschrauben. Stress ist auf Dauer gesundheitsschädlich. Er kann zu zahlreichen Störungen und Erkrankungen - u.a. zu Magen- oder Herz- und Kreislaufproblemen - führen, die in der Regel behandelt werden müssen. Falls Sie nicht wissen, wie Sie mit dem beruflichen Stress umgehen sollen: Fast alle Krankenkassen bieten Kurse und Seminare zur Stressbewältigung an.

Burnout

Was genau bedeutet "Burnout"? Eine präzise Definition gibt es noch nicht. Wörtlich heißt es "Ausbrennen". Als Burnout-Syndrom bezeichnet man generell eine psychische Verfassung, bei der der Betroffene das Gefühl hat, es wüchse ihm alles über den Kopf. Die Nerven liegen blank und die Arbeit erzeugt mehr Frust als Spaß. Er fühlt sich andauernd müde und erschöpft. Viele Betroffene haben das Gefühl, ihre berufliche Kompetenz zu verlieren oder einfach im Beruf nicht mehr das leisten zu können, was von ihnen verlangt wird. Ist jemand ehrgeizig, leistungsorientiert und überaus pflichtbewusst, wirkt dies verstärkend. Gerade Berufsanfänger seien davor gewarnt, von Anfang an zu hohe Anforderungen an sich zu stellen. Versuchen Sie, alles in realistischen Maßen zu halten. Setzen Sie sich nicht unnötig unter Druck.

Theoretisch kann Burnout bei allen Berufsfeldern vorkommen. Helfende Berufe - und immer häufiger auch kreative Berufe wie Journalisten und Architekten - sind vorwiegend betroffen. Wenn Sie folgende Symptome an sich feststellen, sollten Sie umgehend psychologische oder ärztliche Hilfe aufsuchen:

  • Sie können nicht mehr abschalten; die Arbeit ist in ihren Gedanken ständig präsent.
  • Sie haben das Gefühl, in Ihrer Arbeit nicht mehr das leisten zu können, was gefordert ist.
  • Sie fühlen sich ausgebrannt und sehnen sich nach viel Ruhe.
  • Sie haben häufig Stimmungsschwankungen.
  • Sie haben häufig Kopfschmerzen.
  • Sie leiden unter Schlafstörungen.
  • Womöglich sehen Sie momentan keinen rechten Sinn mehr am Leben.

Arbeitssucht

Arbeitssüchtig ist derjenige, der regelrecht von seiner Arbeit abhängig ist. Er kann nur noch an seine Tätigkeit denken, hat keine innere Ruhe mehr und wirkt ständig gehetzt. Oft arbeiten die Betroffenen länger als ihre Kollegen und nehmen sich auch noch Arbeit mit nach Hause. Durch das zwanghafte Verhalten versuchen sie meist, eine innere Leere zu füllen. Arbeitssucht taucht jedoch nicht über Nacht auf. Sie sollten etwas unternehmen, wenn Sie oder andere Personen folgende Auffälligkeiten an Ihnen bemerken:

  • Ihre Gedanken drehen sich nur noch um die Arbeit. Womöglich arbeiten Sie sogar schon heimlich in ihrer Freizeit und vernachlässigen Ihre sozialen Kontakte.
  • Sie erfinden immer öfter Ausreden für Ihre (übertriebene) Mehrarbeit.
  • Sie entwickeln einen ungesunden Perfektionismus und halsen sich immer mehr Arbeit auf.

Hier einige Tipps, wie Sie etwas gegen Arbeitssucht unternehmen können:

  • Entscheiden Sie sich bewusst dafür, sofort etwas gegen Ihre Sucht zu unternehmen.
  • Versuchen Sie, Ihre Arbeit zu reduzieren - auch wenn es anfangs schwer fällt.
  • Gehen Sie alten oder neu entdeckten Hobbys nach - das baut Ihr Arbeitspensum automatisch ab.
  • Gehen Sie notfalls zu einer Selbsthilfegruppe oder zu einem Psychologen.
  • Lernen Sie Entspannungsmethoden, z.B. Autogenes Training oder Yoga.
  • Versuchen Sie herauszufinden, welche Gefühle oder Leere Sie durch Ihre Arbeitssucht zu verdrängen versuchen.
  • Überlegen Sie, ob ein Jobwechsel für Sie von Vorteil wäre.

Ergonomie am Arbeitsplatz

Oh mein Rücken...

In den letzten Jahren haben die Rückenleiden stark zugenommen. Experten führen dies vor allem auf die vermehrt sitzende Tätigkeit zurück. Viele Menschen arbeiten heutzutage in einem Büro und nutzen vorwiegend den Computer. Das bedeutet, dass man sich wesentlich weniger bewegt als dies noch vor einiger Zeit der Fall war. Wer eine Bürotätigkeit beginnt, sollte darauf achten, dass sein Arbeitsplatz möglichst ergonomisch, d.h. körpergerecht, eingerichtet ist. Einen Link zu ergonomischen Richtlinien für Schreibtischstuhl, Computer, Beleuchtung etc. finden Sie am Ende des Textes.

Rückenprobleme können neben den rein körperlichen auch. zusätzlich psychologische Ursachen haben. Gerade Berufsanfänger stehen häufig unter einem enormen Leistungsdruck. Schüchterne Charaktere trauen sich zu Beginn oft nicht, ihre Meinung klar und deutlich zu formulieren, besonders in einem Team-Meeting. Wer dieses Selbstbewusstsein lernt und es schafft, seine Fragen oder Verbesserungsvorschläge diplomatisch und nicht provozierend zu formulieren, nimmt dadurch auch die Spannung aus seinem Rücken.

Achten Sie darauf, dass Sie sich von Beginn an eine richtige Sitzhaltung aneignen. Voraussetzung hierzu ist natürlich ein rückengerechter Stuhl. Sollten Sie auf Ihrem Stuhl starke Rückenschmerzen verspüren und sich mit gezielten Übungen nicht mehr helfen können, bitten Sie gegebenenfalls um einen geeigneten Stuhl. Schließlich wirken sich Rückenschmerzen negativ auf Ihre Konzentration und Ihre Arbeitsleistung aus.

Hier ein paar Tipps, um Ihren Rücken zu schonen:

  • Stehen Sie möglichst häufig auf. Überlegen Sie einmal, was Sie auch im Stehen erledigen können: z.B. telefonieren, ein Fax schicken oder die Besprechung mit einem Kollegen.
  • Gönnen Sie sich regelmäßige Pausen, etwa alle zwei Stunden, in denen Sie spezielle Übungen machen, oder gehen Sie im Büro oder auf dem Flur ein paar Schritte auf und ab.
  • Achten Sie darauf, dass Sie bei der Arbeit am Schreibtisch Arme und Beine im rechten Winkel halten. Die Füße sollen dabei vollständig auf dem Boden stehen. Stellen Sie die Höhe Ihres Stuhls dementsprechend ein und besorgen Sie sich gegebenenfalls eine Fußstütze.
  • Setzen Sie sich auf die komplette Sitzfläche des Stuhls, nicht nur auf die Vorderkante.
  • Setzen Sie sich generell aufrecht hin und vermeiden Sie einen Rundrücken.
  • Gewöhnen Sie sich die "aktive Sitzhaltung" an: Bewegen Sie sich auf Ihrem Stuhl. Neigen Sie sich zwischendurch immer wieder einmal nach vorn oder nach hinten. Das verhindert eine einseitige Belastung der Wirbelsäule.

Schau mir in die Augen, Kleines...

Wenn Sie überwiegend am Computer arbeiten, werden Sie früher oder später die Auswirkungen der Bildschirmarbeit wie Kopfschmerzen und Verspannungen zu spüren bekommen - es sei denn, Sie beachten von Anfang an ein paar wichtige Verhaltensregeln:

  • Achten Sie auf eine korrekte Körperhaltung (siehe oben).
  • Machen Sie regelmäßige Pausen, etwa alle zwei Stunden. Schauen Sie dabei entweder auf ein weit entferntes Ziel oder gehen Sie ein paar Schritte spazieren - auf dem Flur oder der Terrasse - und versuchen Sie, hierbei Ihren Blick in die Ferne zu richten.
  • Führen Sie evtl. ein Schmerztagebuch, um festzustellen, ob Ihre Kopfschmerzen auf Ihren neuen Arbeitsplatz zurückzuführen sind.
  • Bewegen Sie sich gerade in der Freizeit regelmäßig an der frischen Luft.
  • Sorgen Sie für innere Ausgeglichenheit und setzen Sie sich nicht selbst unter Druck aus Angst, die Probezeit nicht zu überstehen.

Für einen gelungenen Feierabend

Vermutlich werden Sie besonders zu Beginn Ihrer beruflichen Laufbahn abends müde und erschöpft sein. Immerhin prasseln den ganzen Tag neue Eindrücke auf Sie ein, Sie müssen viele neue Informationen aufnehmen und verarbeiten und vermutlich sind Sie es auch noch nicht gewohnt, acht oder mehr Stunden an einem Stück zu arbeiten - und das fünf Tage hintereinander. Das bedeutet eine große Umstellung für Sie.
Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihren Feierabend ausgiebig dazu nutzen, Ihre Batterien wieder aufzutanken. So sind Sie am nächsten Tag wieder topfit und können auch bis zum Abend durchhalten. Natürlich muss auch der Haushalt versorgt werden - doch verlieren Sie dabei nicht Ihre körperliche und geistige Regeneration aus den Augen.

Auf "Play" drücken und relaxen

Wenn Sie nach Hause kommen und Ihre Jacke ausgezogen und die Tasche abgestellt haben, sollten Sie nicht automatisch den Fernseher einschalten oder zur Küchenarbeit übergehen. Versuchen Sie stattdessen erst einmal, sich während der nächsten 15 Minuten ganz bewusst zu entspannen. Auch wenn Yoga, Autogenes Training und Meditation dafür sicher gängige und geeignete Methoden sind, gibt es durchaus "konventionellere" Mittel, um dem Feierabend-Feeling auf die Sprünge zu helfen.
Schalten Sie Ihren CD-Player ein und lauschen Sie den beruhigenden Klängen einer sanften Entspannungs-CD. Besänftigend und wohltuend fürs Gemüt wirken auch ruhige keltische bzw. irische Melodien. Wenn Sie es lieber natürlich bevorzugen, legen Sie sich auf das Sofa oder mit ein paar großen Kissen auf den Wohnzimmerboden. Schließen Sie die Augen und genießen angenehme Naturgeräusche. CDs mit Meeresrauschen, Bachplätschern oder Vogelgesang finden Sie im Handel oder im Internet.

Ein Gefühl der Leichtigkeit

Wenn Sie ein eher aktiver Mensch sind, sollten Sie Ihre angestauten Energien auf andere Art loswerden: Läuten Sie den Feierabend z.B. zwei bis dreimal pro Woche im Schwimmbad ein. Das Angebot in den meisten Schwimmhallen reicht vom einfachen Bahnenschwimmen in Eigenregie bis hin zur Wassergymnastik. Ihrer Gesundheit und Ihrer Figur tun Sie damit gleichzeitig etwas Gutes: Die Bewegung im Wasser ist äußerst gelenkschonend, da der Körper im nassen Element leichter wirkt. Außerdem ist eine halbe Stunde korrekt ausgeführte Aquagym genauso ergiebig wie zwei Stunden "trockener" Sport.

Fitness-Studio & Co.

Um die Anspannung des Arbeitstags abzubauen, ist sportliche Betätigung ohnehin ideal. Ob Sie lieber Fahrrad fahren, Squash spielen oder ein Fitness-Studio besuchen - Hauptsache, Sie bewegen sich! Bereits dreimal pro Woche ca. 30 Minuten Fitness-Training hält Sie körperlich und geistig in Form. Sie werden ausgeglichener sein und weniger Müdigkeit und Anspannung verspüren. Ihrer Gesundheit und der Figur können Sie dabei als netten Nebeneffekt auch noch etwas Gutes tun. Fragen Sie doch einfach einmal die Kollegin oder Freundin, ob Sie Lust hat, mit Ihnen zum Aerobic-Kurs zu gehen. Oder erkundigen Sie sich bei einem Kollegen, ob er gern mit Ihnen Squash oder Badminton spielen würde.

Lassen Sie sich verwöhnen

Massagen sind nicht nur etwas für Menschen mit Rückenleiden oder für Paare, die sich gegenseitig verwöhnen wollen. Gerade wenn Sie einen Bürojob haben und den ganzen Tag vorwiegend sitzen, kann es enorm entspannend sein, sich ab und zu nach der Arbeit einer angenehmen Massage zu unterziehen. Das muss auch gar nicht teuer sein. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt, dem örtlichen Schwimmbad oder Kollegen - womöglich finden Sie schon bald das für Sie geeignete Massageinstitut.
Frauen genießen es genauso sehr, sich nach der Arbeit bei einer Kosmetikerin verwöhnen zu lassen. Solch eine professionelle Behandlung wirkt entspannend und belebend zugleich. Testen Sie es!

Mit dem Hund rausgehen

Ganz praktisch ist es wenn Sie einen Hund haben. Er wartet ja nur darauf, dass Sie endlich nach Hause kommen, um mit Ihnen spaziere zu gehen Über eine große Runde wird sich Ihr Vierbeiner freuen und Ihnen wird es gut tun. Sie können bei der Gelegenheit abschalten, den Tag in Gedanken noch einmal Revue passieren lassen und sich somit vom Berufsalltag lösen. Genug Zeit also, um langsam beim Feierabend "anzukommen".

Business Food - Essen im Berufsalltag

Was wir essen, ist von großer Bedeutung. Immerhin beeinflussen unsere Essgewohnheiten zum großen Teil unsere körperliche und geistige Fitness. Wenn Sie einen anstrengenden Arbeitstag vor sich haben, sollten Sie umso mehr auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten.

Mit dem Frühstück fängt es an...

Ein wichtiger Grundstein für den weiteren Verlauf des Tages wird bereits beim Frühstück gelegt. Achten Sie darauf, nicht allzu üppig und fettreich zu essen, denn das wirkt sich negativ auf die eigene Konzentration und Leistungsfähigkeit aus. Vor allem ist es wichtig, dass Sie morgens vorwiegend Kohlenhydrate zu sich nehmen - das macht Sie und Ihren Körper fit. Eine ideale Zusammenstellung für den morgendlichen Genuss wäre:

  • Ein Vollkornprodukt - etwa ein kleines Vollkornbrötchen, Cornflakes oder Müsli
  • Etwa 150 ml Milch oder einen Becher Joghurt
  • Obst oder Fruchtsaft (etwa 150 ml)
  • Tee oder Kaffee

Der gesunde Snack zwischendurch

Wer lange am Schreibtisch sitzt, den überkommt schon ab und zu ein kleines Gelüstchen. Viele von uns greifen dann ungesunderweise zu Schokolade, Keksen oder sonstigen wohlschmeckenden Fettmachern, die sich nur allzu gerne auf unseren Hüften oder am Bauchansatz niederlassen. Der Grund für diesen "Süßhunger" ist ein niedriger Blutzuckerspiegel, der meist zur Abnahme der Konzentrationsfähigkeit führt.
Probieren Sie es doch zur Abwechslung einmal mit einer gesunden Alternative. Vielleicht kommen Sie ja sogar auf den Geschmack! Denn was "gesund" ist, muss noch lange nicht langweilig oder fade schmecken. Um den Blutzuckerspiegel wieder "auf Touren" zu bringen, sollten Sie eine ausgewogene Zwischenmahlzeit zu sich nehmen, bestehend aus einer Getreide- und einer Milcheinheit sowie Obst. Je nach Saison und Geschmack eignen sich hierzu:

  • Ein kleines Vollkornbrötchen gefüllt mit Quark, dazu Erdbeeren
  • Ein Müsli aus Getreideflocken, Himbeeren und Apfelstücken, gemischt mit Joghurt
  • Müsliriegel oder Studentenfutter
  • Trockenobst
  • Joghurtdrinks
  • Äpfel und Birnen

Mittagspause

Jede Firma ist anders strukturiert. In vielen größeren Firmen gibt es meist eine Kantine oder zumindest eine Cafeteria. In kleineren Unternehmen ist es meist üblich, dass die Mitarbeiter sich entweder selbst etwas zu essen mitbringen oder in der Mittagspause in ein Restaurant oder gar nach Hause gehen. Gerade als Berufsanfänger sollten Sie sich bei Ihren Kollegen erkundigen, wie sie es mit der Mittagspause halten. Gehen diese in die Kantine oder in ein Restaurant, fragen Sie, ob Sie sich ihnen anschließen dürfen. Das ist gleichzeitig eine gute Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, und trägt zu einem guten Klima unter den Kollegen bei.
Wenn Sie sich lieber etwas zu essen mitbringen möchten, hier ein paar praktische Tipps:

  • Essen Sie auf keinen Fall nur mal so schnell nebenbei. Selbst wenn Sie sich Ihre Mittagsmahlzeit selbst mitbringen, sollten Sie sich zum Essen eine Pause nehmen. Schalten Sie Ihren Computer aus und gehen Sie bei schönem Wetter ein bisschen an die frische Luft. Das fördert das Wohlbefinden und macht Sie wieder aufnahme- und konzentrationsfähig. Abgesehen davon, dass Sie Ihr Essen auf diese Weise besser genießen können, behalten Sie auch einen Überblick über die Menge, die Sie zu sich nehmen.
  • Wenn Sie zu Hause kochen, frieren Sie gelegentlich eine Portion davon ein. Diese können Sie dann für die Mittagspause zur Arbeit mitnehmen.
  • Versorgen Sie sich auch ausreichend mit Vitaminen und Ballaststoffen: Nehmen Sie stets etwas Gemüse oder Obst mit zur Arbeit.
  • Wenn Sie morgens keine Zeit haben, sich etwas für Mittags vorzubereiten, kaufen Sie sich beim Bäcker einfach ein Vollkornbrötchen und nehmen Sie aus dem Supermarkt oder vom Metzger einen bereits vorgefertigten Salat und ein bisschen Fleisch (Frikadellen, Schinken oder Fleischwurst) mit. So sorgen Sie für eine ausgewogene Zusammenstellung Ihres Snacks.
  • Trinken Sie viel - am besten Mineralwasser oder Kräutertees. Das sorgt für einen klaren Kopf!

Weiterführende Literatur

"Berufsstart für Hochschulabsolventen. Erfolgsstrategien für Bewerbung und Vorstellung", Wolfgang Reichel
Falken Verlag (1994)
ISBN:380 681 482 1

"Bewerbungsratgeber für Studenten und Hochschulabsolventen. 3-2-1-0- Countdown für Ihren erfolgreichen Berufsstart", Harro Honolka u.a.
W. Bertelsmann Verlag (2000)
ISBN: 376 390 146 9

"Prävention arbeitsbedingter Rücken- und Gelenkerkrankungen. Ergonomie und arbeitsmedizinische Praxis", Bernd Hartmann
Ecomed Verlag (2000)
ISBN: 360 951 830 8

"Trends der Bildschirmarbeit. Ein Handbuch über Recht, Gesundheit und Ergonomie in der Praxis", Friedrich Blaha
Springer Verlag (2001)
ISBN: 321 183 504 0

"Der Arbeitsplatz am PC. Ergonomie und Organisation der Arbeitsabläufe", Reinhard Bechmann u.a.
Bund Verlag (1999)
ISBN: 3766329448

"Physiologische Arbeitsgestaltung. Leitfaden der Ergonomie", Etienne Grandjean
Ecomed Verlag (1991)
ISBN: 360 964 460 5

"Erste Hilfe. Die ersten 100 Tage im neuen Job", Thomas Zimmermann, Silke Schubert
Haufe Verlag
ISBN: 380 921 440 X

"Die ersten hundert Tage im Beruf. Erfolgreich durch die Probezeit", Helga Ebel-Gerlach, Cornelie Kister
Fischer-TB-Verlag (2000)
ISBN: 359 614 745 X

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