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Sterne und Planeten – Lernspaß mit EMiL

Entdecken! Mitmachen! Lernen!Wissen für Kids

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Astronomie – Wissen über die unendlichen Weiten

Die Astronomie ist die Wissenschaft von den Gestirnen. Dazu zählen Planeten, Monde, Galaxien, Meteoroiden, Asteroiden, Sterne und Kometen. Astronomen beobachten und erforschen das Universum. Sie arbeiten in Sternwarten, Planetarien oder Universitäten.

Sternengucker

Eine Sternwarte nennt man auch Observatorium. Von einer Sternwarte aus betrachtet man den natürlichen Sternhimmel. Im Planetarium dagegen ist es fast wie im Kino: Es wird ein künstlicher Sternhimmel gezeigt.

Bilder für die Forschung

Das HUBBLE-Teleskop ist seit 1990 im Weltall. Es umkreist die Erde und übermittelt Bilder zu unseren Forschungsstationen. Mit Hilfe des HUBBLES wurden viele neue Himmelsobjekte entdeckt. Das Teleskop ist etwa so groß wie ein Bus.

Unser Platz im All

Wir leben auf dem Planeten Erde. Die Erde dreht sich mit weiteren 8 Planeten, zahlreichen Monden, Asteroiden und Kometen um einen Stern: unsere Sonne. Das zusammen ist unser Sonnensystem. Unser Sonnensystem heißt auch Planetensystem. Es bildet mit Milliarden von weiteren Sonnen unsere Galaxie. Unsere Galaxie heißt Milchstraße. Sie ist eine von unzähligen Galaxien in einem riesigen Raum, dem Weltall.

Ohne Kakao: die Milchstraße im Weltall

Forscher haben herausgefunden, dass unsere Galaxie, die Milchstraße, von oben wie eine Spirale aussieht und von der Seite wie eine flache Scheibe. Wir befinden uns mit unserem Sonnensystem eher am Rande der Milchstraße. Im Vergleich zur Milchstraße ist unser Sonnensystem winzig klein und unsere Erde nur ein Staubkörnchen.

Die Sonne – Der Star des Planetensystems
Die Sonne braucht etwa 25 Erdentage, um sich ein Mal um sich selbst zu drehen. Auf der Sonne ist es bis zu 6 000 Grad heiß. Ihre Oberfläche blubbert und kocht. Brennendes Gas bildet Blasen, die explodieren. Im Innern der Sonne ist es 15 Millionen Grad heiß. Wenn man ein stecknadelkopfgroßes Stück aus dem Kern der Sonne nehmen und es auf die Erde bringen würde, so würde dieses Stück sämtliches Leben bis zu einer Entfernung von 150 Kilometern vor Hitze töten.

Neun Planeten ziehen ihre Bahnen

Planeten sind nahezu kugelige Himmelskörper, die sich um einen Stern drehen. Der Stern strahlt sie an. Dadurch können wir sie sehen. In unserem Planetensystem werden die Planeten von der Sonne angestrahlt. Planeten können nicht von alleine leuchten. Die meisten der neun Planeten unseres Sonnensystems werden von Monden umkreist. Monde leuchten nicht selber - sie werden von der Sonne angestrahlt. Es gibt kleine und sehr große Monde.

Der Sonne am nächsten: Merkur

Merkur ist so nah an der Sonne wie kein anderer Planet. Tagsüber ist es auf dem Merkur bis zu 430 Grad heiß. Gäbe es auf Merkur Sauerstoff, würde Papier sofort anfangen zu brennen. Nachts ist es dafür bis zu minus 180 Grad kalt. Merkur braucht nur 88 Erdentage, um ein Mal um die Sonne zu laufen. Merkur hat keinen Mond als Begleiter. Er hat einen Durchmesser von rund 4 800 Kilometern und ist damit der zweitkleinste Planet unseres Sonnensystems. Nur Pluto ist noch kleiner. Auf dem Merkur gibt es viele Krater von Asteroiden und Kometeneinschlägen. Sein größter Krater ist nach einem berühmten Komponisten benannt worden. Merkur kann man mit bloßem Auge nur sehr schlecht am Himmel erkennen.

Die Venus – höllisch!

Die Venus ist etwas kleiner als die Erde. Unser Nachbarplanet hat eine felsige Oberfläche, die unter einer dichten Woklenschicht liegt. Auf der Oberfläche der Venus gibt es eigenartige Vulkankrater. Sie haben flache Kuppeln, die sich überlappen. Für uns Erdenbewohner wäre die Venus die die Hölle: Es ist nämlich mit 470 Grad Celsius extrem heiß. Die Venus dreht sich entgegengesetzt zur Umlaufrichtung um die Sonne. Eine Rotation dauert 243 Erdentage, ein Umlauf um die Sonne dauert 225 Tage. Im März 1982 landete eine russische Raumsonde per Fallschirm auf der Venus. Sie fotografierte die Oberfläche. Sie hielt 127 Minuten in der mörderischen Atmosphäre aus, sendete Bilder und zerschmolz. 1990 untersuchte die amerikanische Raumsonde Magellan die Venus.

Unser Zuhause: Die Erde

Der Abstand zwischen Erde und Sonne ist genau so groß, dass es nicht zu heiß und nicht zu kalt und Leben möglich ist. Die Atmosphäre, eine Hülle aus vielen verschiedenen Gasen, die die Erde umgibt, gibt uns Luft zum Atmen. Auf der Erde ist genug flüssiges Wasser vorhanden. 71 Prozent der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Der größte Teil der Meere ist immer noch unerforscht. Die Erde ist 4,47 Milliarden Jahre alt. Ihr Durchmesser beträgt am Äquator 12 756 Kilometer. Das ist etwa 16 Mal die Entfernung Hamburg-München. Die Erde ist 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Diese Entfernung nennt man 1 astronomische Einheit (1 AE).

Der Mars – rostrot und ziemlich frostig

Mars ist in klaren Nächten als roter Planet zu sehen. Die Römer gaben ihm seinen Namen. Die rote Farbe erinnerte sie an das Blut des Kriegsgottes Mars. Tatsächlich kommt die Farbe vom Eisenoxid auf seiner Oberfläche. Auf dem Mars ist es etwa minus 63 Grad kalt. Ein Tag auf dem Mars dauert 24 Stunden und 37 Minuten. Der Mars braucht etwa zwei Erdenjahre, um ein Mal die Sonne zu umrunden. Mit Raumsonden und Roboterautos ist der Mars untersucht worden. Man fand Beweise dafür, dass dort früher einmal Wasser floss. Vor Milliarden von Jahren gab es auf dem Mars vielleicht Leben. Zwei Monde, die ein bisschen wie Kartoffeln aussehen, begleiten Mars. Sie heißen „Deimos“ und „Phobos“. Deimos hat 14 Kilometer Durchmesser. Er ist der kleinste Mond im Sonnensystem.

Gigantisch: Planet Jupiter

In unserem Sonnensystem ist Jupiter der größte Planet. Die Erde würde 1 340 Mal in ihn hineinpassen. Sein Durchmesser beträgt 142 984 Kilometer. Jupiter nennt man auch einen Gasriesen. Er hat keine feste Kruste. Er besteht größtenteils aus Wasserstoff und Helium. Vermutlich besteht sein Kern aus geschmolzenem Gestein. Heftige Stürme ziehen um Jupiter. Winde, die gegeneinander stoßen, bilden Wirbel, die oft lange Zeit an derselben Stelle stehen. Ein besonders auffälliger, riesiger Wirbel ist das „Rote Auge“ des Jupiters. Jupiter rotiert in knapp zehn Stunden ein Mal um sich selbst. Für seine Bahn um die Sonne braucht er rund zwölf Erdenjahre.

Saturn – Herr der Ringe mit Beule

Saturn misst im Durchmesser 120 536 Kilometer. Er ist zehn Mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Um die Sonne ein Mal zu umrunden, braucht er 29,5 Jahre. Saturn ist ein Gasriese wie der Planet Jupiter. Er besteht vor allem aus Wasserstoff und Helium. Saturn dreht sich so schnell um sich selber, dass er an seinem Äquator ausbeult. Er ist dadurch flacher als die anderen Planeten. Saturn hat die größten Ringe aller Planeten. Die Ringe bestehen aus vielen zentimeter- bis metergroßen Eisund Gesteinsbrocken. Der Durchmesser der Ringe ist etwa 280 000 Kilometer - also mehr als zwei Saturnkugeln nebeneinander. Aber sie sind kaum 100 Meter dick.

In einer kalten Welt: Uranus

Uranus war im Altertum und Mittelalter unbekannt. Er wurde erst im Jahre 1781 entdeckt. Uranus ist einer der „kleineren“ Planeten in unserem Sonnensystem, aber er ist immer noch so groß, dass die Erde 64 Mal in ihn hineinpassen würde. Uranus ist doppelt so weit entfernt von der Sonne wie Saturn. Er braucht 84 Jahre, bis er ein Mal die Sonne umrundet hat. Dabei rotiert er um sich selber andersherum als die Erde. 1977 wurde entdeckt, dass Uranus auch von Ringen umgeben ist. Uranus hat Monde - bis zum Jahr 2004 waren 21 bekannt. Mit bloßem Auge erscheint Uranus am Himmel als unscheinbares grünliches Pünktchen unter vielen. Im August 1977 begann die amerikanische Raumsonde Voyager 2 ihre Reise in den Weltraum, um nacheinander Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun zu besuchen. Sie hat Uranus im Januar 1986 umkreist.

Neptun – spielt auch mit Ringen

Wie Jupiter, Saturn und Uranus ist Neptun ebenfalls ein Gasplanet, der im Wesentlichen aus Wasserstoff und Helium besteht. Neptun wird von Monden begleitet. Überraschend für die Forscher war: Auch Neptun hat Ringe. Neptun benötigt 165 Jahre, um ein Mal um die Sonne zu kreisen. Neptun ist dreieinhalb Mal größer als die Erde und nur wenig kleiner als Uranus.

Der Kleinste tanzt aus der Reihe: Pluto

Pluto wurde 1930 entdeckt. Er ist der kleinste unserer Planeten, kleiner als unser Erdmond. Bei Pluto ist noch nie eine Raumsonde vorbeigeflogen. Ein paar Dinge haben die Forscher aber herausgefunden. Er bewegt sich auf einer ovalen Umlaufbahn, die sogar die Bahn des Planeten Neptun kreuzt. Pluto hat einen Mond, der halb so groß ist wie Pluto selbst. Man hat herausgefunden, dass sich viele plutoähnliche Objekte am Rande des Planetensystems umherbewegen. Diese Objekte nennt man daher auch Plutoide. Pluto ist nur ein größerer Vertreter dieser Teile. Manche Wissenschaftler sagen heute, Pluto könnte man gar nicht als richtigen Planeten anerkennen.

Es bröckelt und leuchtet vom Himmel: Sternschnuppen, Schneebälle & Co.

Meteoride: Sternschnuppen am Himmel

Ein Meteoroid ist ein Brocken im Sonnensystem, der meistens von einem Asteroiden oder Kometen stammt. Wenn ein Meteoroid aus dem Weltraum in die Erdatmosphäre fällt, verglüht er ganz oder in Teilen. Dann sieht man einen hellen Strich am Himmel. Dazu sagen wir dann Sternschnuppe. Wissenschaftlich heißt das Meteor. Wenn ein Meteoroid nicht ganz verglüht, fallen Teile auf den Erdboden. Diese Stücke können aus Eisen oder Stein sein. Sie heißen Meteorite. Große Brocken sind selten. Die prallen aber mit ungeheurer Wucht auf und können tiefe Krater bilden.

Kometen: Schmutzige Schneebälle mit Schweif
Kometen sind Klumpen aus Eis und Staub, die auch schmutzige Schneebälle genannt werden. Sie bewegen sich auf Bahnen in unserem Sonnensystem und können die Bahnen der Planeten kreuzen. Die Brocken können bis zu zehn Kilometer im Durchmesser sein. Wenn sie sich der Sonne nähern, erwärmen sie sich und beginnen zu dampfen. Es entsteht ein Schweif. Man nennt Kometen Schweifsterne. Berühmt ist der Halleysche Komet.

Asteroide: Schwere Brocken
Asteroiden sind Gesteinsbrocken. Man nennt sie auch „Planetoiden“. Die meisten Asteroiden unseres Sonnensystems kreisen in einem Ring, dem Asteroidengürtel, zwischen Mars und Jupiter um die Sonne. Manchmal fällt ein Asteroid aus dieser Bahn und fliegt auf andere Planeten zu.

Das Tempo des Lichts
Ein Lichtjahr sind 9.460.528.000.000 Kilometer oder rund 9,46 Billionen Kilometer. Licht ist das Schnellste, was es im Universum gibt. Es bewegt sich mit rund 300.000 km pro Sekunde.

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