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Sternenhimmel 2018: Supermonde, Finsternisse und eine Mars-Opposition

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Partielle Sonnenfinsternis
Wer eine drei Eklipsen des Jahres 2018 live und in Farbe erleben möchte, der muss Zeit und Geld investieren. Die Show findet leider weit ab vom Schuss statt – zumindest aus Sicht deutscher Sofi-Fans.

Drei partielle Sonnenfinsternisse

Die Folge der Finsternisse ist damit noch nicht um: Auch die Sonne wird im Jahr 2018 gleich mehrfach zumindest teilweise verdunkelt. Dreimal wird der Mond so zwischen Erde und Sonne vorbeiziehen, dass er einen Teil der Sonne verdeckt. Leider aber sind alle drei Eklipsen von Deutschland aus nicht sichtbar.

Die erste partielle Sonnenfinsternis ereignet sich am 15. Februar über der Antarktis und der Südspitze Südamerikas. Die zweite folgt am 13. Juli fast im gleichen Gebiet. Die dritte partielle Finsternis schließlich findet genau am anderen Ende der Welt statt: Sie ist von der hohen Arktis Kanadas, dem Nordpolarmeer und dem Nordwesten Asiens aus sichtbar. Besonders daran ist, dass die beiden letzten Finsternisse sich direkt nacheinander an zwei aufeinanderfolgenden Neumonden ereignen.

Der Mars in Opposition

Einen besonders beeindruckenden Auftritt hat unser Nachbarplanet Mars am 27. Juli 2018. Denn er steht dann der Sonne von uns aus gesehen genau gegenüber, in Opposition. Diese Position kommt alle rund 26 Monate vor, weil der Mars rund doppelt so lange für einen Sonnenumlauf benötigt wie die Erde. Alle zwei Jahre überholen wir den Roten Planeten daher quasi auf der Innenbahn – und können dann seine komplett erleuchtete Vorderseite in voller Pracht betrachten.

Erde-Mars-Opposition
Am 27. Juli 2018 steht der Mars in Opposition und kommt uns dabei besonders nahe.

Diesmal aber kommt uns der Rote Planet dabei besonders nahe: Er nähert sich der Erde auf seiner Bahn bis auf weniger als 60 Millionen Kilometer. Ursache dafür ist die elliptische Bahn des Mars, die ihn kurz vor seiner Opposition durch sein Perihel führt – den sonnennächsten Punkt seiner Bahn. Der sonst eher unscheinbar rötliche Mars erscheint dadurch in diesen Tagen sogar heller als der Gasriese Jupiter. Spektakulär auch: In der gleichen Nacht können wir die totale Mondfinsternis beobachten.

Doch der Mars ist nicht der einzige, der 2018 in Opposition stehen wird. Auch Saturn und Jupiter durchlaufen in diesem Jahr Positionen, die sie der Sonne von uns aus gesehen genau gegenüber bringt. Der Gasriese Jupiter hat am 9. Mai 2018 seine Opposition und wird dann nach Mond und Venus der hellste Lichtpunkt am Nachthimmel sein. Der Ringplanet Saturn steht am 27. Juni 2018 in Opposition. Zu diesem Zeitpunkt ist er so gekippt, dass wir seine Ringe und Monde besonders gut sehen können – dafür benötigt man allerdings ein kleines

NPO, 03.01.2018
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