Jeder kennt das Ritual: Der Stromanbieter erhöht die Preise, und eigentlich möchte man sofort zur Konkurrenz wechseln - und endlich einen Versorger mit Öko-Strom unterstützen. In der Praxis bleibt es dann leider allzu oft bei dem Vorsatz. wissen.de zeigt Ihnen, wie's funktioniert, denn der Wechsel des Anbieters ist leichter als gedacht.
Wie finde ich einen neuen Anbieter?

Wie schnell kann ich wechseln?
Zum Ende des jeweils nächsten Monats - sofern keine Fristen dagegen stehen. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn der Anbieter bereits gewechselt wurde; hier ist der Vertrag bindend. Erstwechsler hingegen unterliegen keiner Einschränkung. Und: Bei Preiserhöhungen darf in jedem Fall sofort gekündigt werden (was dann noch zusätzlich als Signal an den Anbieter wirkt).
Wie mache ich mir den Wechsel am einfachsten?
Neukunden sind stets willkommen. Entsprechend übernimmt der neu gewählte Anbieter die Erledigung aller Formalitäten, wenn man ihm eine entsprechende Vollmacht unterschreibt. Allerdings: Solange noch nicht alles unter Dach und Fach ist, muss man weiter an den bisherigen Anbieter die verlangten Tarife zahlen; das gilt auch bei Preiserhöhungen.
Worauf muss ich beim neuen Vertrag achten?
Der Anbieter möchte natürlich langfristig vom Neukunden profitieren und wird entsprechende Vorschläge machen. Verbraucherschützer raten jedoch dazu, die Laufzeit des Vertrags auf ein Jahr zu begrenzen und nur eine Kündigungsfrist von einem Monat zu akzeptieren. Und: Keine Vorkasse bitte, denn das Geld wäre weg, wenn der Anbieter in Konkurs geht.
Kann ich mich komplett mit Öko-Strom versorgen lassen?
Selbstverständlich. Bei der Orientierung hilft das Öko-Gütesiegel - es verbrieft, dass der Anbieter nicht nur seinen ohnehin produzierten Strom anbietet, sondern zusätzlich noch in erneuerbare Energien investiert. Schließlich soll der vorhandene Bestand an umweltfreundlichen Energiequellen weiter ausgebaut werden.
Welcher Strom kommt letztlich aus der Steckdose?
Strom kennt keine Farbe und kein Gütesiegel - und kommt daher weiter vom lokalen Versorger. Der neue Anbieter zahlt ihm hierfür eine Gebühr, profitiert aber natürlich davon, dass ihn seine Kunden unterstützen. Übrigens: Der lokale Versorger muss laut Gesetz auch dann Strom liefern, wenn der neue Anbieter pleite geht. Versorgungslücken sind so ausgeschlossen.









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