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SYNONYMWöRTERBUCH

Dampf

Qualm, Wolke, Schwaden, Hauch, Dunst, Atem, Rauch, Brodel, Nebel, Smog; regional: Wrasen; poet.: Brodem

Dampf: Volldampf, Kohldampf und Hans Dampf

Der physikalische Begriff bezeichnet den Zustand eines Stoffes beim Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand. Nebel und Dunst sind Synonyme für diese Erscheinung beim Wetter, also für feuchte Luft.
Dagegen weisen die Wörter Rauch und Qualm auf Feuer als Ursache von Dampf hin. Der Begriff Schwaden impliziert genauso wie Wolke, dass Dampf durch die Luft zieht. Smog ist der Ausdruck für Luftverschmutzung, die sich in Form von Dunst zum Beispiel über eine Stadt legt.
Brodel ist wirbelnder oder wallender Dampf. Die Zusammensetzung Kohldampf, bei der dampfendes Essen assoziiert wird, steht dagegen in der Umgangssprache für »Hunger/Appetit«.
Der Zusammenhang von Dampf und Energie beziehungsweise Energiegewinnung schwingt bei zahlreichen umgangssprachlichen Redewendungen mit. Dampf machen bedeutet »beschleunigen« oder »Druck ausüben«. Dafür gibt es auch den Ausdruck Dampf hinter etwas setzen. Wenn etwas mit (Voll)Dampf vorangeht, kommt diese Sache gut und rasch voran. Unter Dampf halten kann man nicht nur einen Kessel, sondern im übertragenen Sinn auch Menschen: Diese werden dann mit einem Thema oder einer Sache in Atem gehalten. Wer unter Dampf steht, steckt voller Tatendrang oder hat Stress. Dampf ablassen bedeutet dagegen »seinem Ärger Luft machen« beziehungsweise »sich abreagieren«. Die Redensart der Dampf ist raus heißt, dass der Schwung erlahmt ist. Als Hansdampf (in allen Gassen) bezeichnet man einen vielseitigen und umtriebigen Menschen. Diese Charakterisierung ist allerdings nicht unbedingt positiv gemeint, denn hier schwingt wiederum die Vorstellung von flüchtigem Dampf mit. Eine solche Person macht mithin alles Mögliche, aber kaum etwas gründlich.
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