100 Jahre Tour de France
Wie alles anfing

So wie die französischen Sportzeitungen boomten um 1900 auch die Radrennen. Denn um mehr Leser zu gewinnen, organisierten diese wiederum spannende Rennen. Der Journalist Pierre Giffard ("Le Vélo") veranstaltete beispielsweise Paris-Brest-Paris. 1899 beschloss der Fahrradhersteller Adolphe Clément, die Zeitung "L'Auto-Vélo" zu gründen. Als Chefredakteur wurde Henri Desgrange engagiert, der Mann, der 1893 den ersten Stunden-Weltrekord gefahren hatte. Um sich gegen die Konkurrenten durchzusetzen, suchte Desgrange etwas Neues, womit er die Leser faszinieren könnte. Und so wurde am 20. November 1902 in der Rue du Faubourg-Montmartre, dem Redaktionssitz von "L'Auto-Vélo", entschieden, "das verrückteste Radrennen der Welt" zu veranstalten. Der Mitarbeiter Geo Lefèvre soll die Idee zu einem Etappenrennen quer durch Frankreich gehabt haben. Die Tour de France war geboren!

Die Tour wurde sofort Gesprächsthema Nummer eins in Frankreich: Niemand hatte geglaubt, dass ein Radfahrer solche Anstrengungen ertragen könnte. Und so trat auch der gewünschte Effekt ein. "L'Auto-Vélo" florierte und wurde zur auflagenstärksten Sportzeitung Frankreichs. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde "L'Auto-Vélo" in "L'Equipe" umbenannt und ist auch heute noch maßgeblich an der Organisation der Tour de France beteiligt.
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- Merkwürdige Wettkampfmethoden
- Noch mehr Dramatik
- Die Tour de France heute
- Highlights der Tour de France
- Statistik
Bibliografie:
- Hubert Dahlkamp, Ralf Schröder: Nicht alle Helden tragen gelb. Die Geschichte der Tour de France, Göttingen 2005
- Graeme Fife: Tour de France - The History, the Legend, the Riders, Edinburgh 2009
- Bürte Hoppe: Enzyklopädie Tour de France, Göttingen 2008
- Ralf Schröder: Lexikon Radsport. Geschichte. Die Fahrer. Die Rennen. Die Marken. Die Teams, Göttingen 2005









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