Alter Orient
Vorgeschichte

Die Anfänge dörflicher Siedlung reichen im Nordirak und im Taurusvorland bis in das 12. Jahrtausend v. Chr. zurück, in der Levante bis ins 11. Jahrtausend v. Chr. Um 8500 v. Chr. wurde in der Südosttürkei und etwas später in Syrien erstmals Getreide domestiziert, d. h. in den Gebirgsrandzonen des Fruchtbaren Halbmonds begann in dieser Zeit der Übergang von den Jäger- und Sammlerkulturen zu sesshaften Ackerbaukulturen (neolithische Revolution). Zugleich begann die Domestikation von Schaf, Ziege, Schwein und Rind. Auslöser für die Domestikation dürfte das natürliche Bevölkerungswachstum und der dadurch gestiegene Nahrungsbedarf gewesen sein. In der ältesten Phase der Jungsteinzeit war Töpferei noch unbekannt (akeramisches Neolithikum), erst um 7000 v. Chr. wurden Keramikgefäße in großer Zahl hergestellt. Damit einher gingen veränderte Speise- und Vorratsgewohnheiten. Zu dieser Zeit spiegelte sich bereits eine soziale Differenzierung in der Bebauung und der Produktion von Luxusgütern (z. B. im südanatolischen Çatal Hüyük); bedeutende Bauten wurden mit Wandmalereien geschmückt. Bauern und Viehzüchter siedelten in Gebieten, in denen Regenfeldbau möglich war. Mit dem Chalkolithikum (Kupfersteinzeit, 6. Jahrtausend v. Chr.) besiedelten sie auch die Schwemmebenen von Nil, Euphrat und Tigris mit Bewässerungsfeldbau. In der Obed-Zeit (5. Jahrtausend v. Chr.; benannt nach dem Fundort Tell Obed) kam die Töpferscheibe auf.
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- Hauptentwicklungslinien
- Kultur des Alten Orients
Bibliografie:
- Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie. Berlin 1928 ff.
- Wolfram von Soden, Der Alte Orient. Eine Einführung. Darmstadt 2006
- Michael P. Streck, Sprachen des Alten Orients. Darmstadt 2007









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