Bundeskanzlerin Angela Merkel
Die frühen Jahre
Angela Dorothea Merkel (geb. Kasner) wurde am 17. Juli 1954 in Hamburg geboren. Dort hatten sich ihre Eltern während des Studiums kennengelernt. Angelas Vater, Horst Kasner studierte Theologie in Heidelberg und Hamburg und trat kurz nach Angelas Geburt seine erste Pfarrstelle bei der Evangelischen Kirche in Quitzow (Berlin-Brandenburg) an. Horst Kasner sympathisierte mit sozialistischen Ideen und war bereit, für die evangelische Kirche unter den Bedingungen der DDR tätig zu sein. Der Mutter Herlind Kasner war es allerdings nicht möglich, als Pfarrersfrau in der DDR ihren Beruf als Englisch- und Lateinlehrerin auszuüben. 1957 übernahm der Vater in Templin die Leitung des Pastoralkollegs. Angela Merkel wuchs dort zusammen mit ihren jüngeren Geschwistern Marcus und Irene auf.
1961 wurde Angela in Templin eingeschult. Sie ging wie ihre Mitschüler zu den Pionieren, trat später der Freien Deutschen Jugend (FDJ) bei und lebte damit sowohl in der kirchlich geprägten Welt ihrer Familie als auch in der sozialistischen Gesellschaft. An der Jugendweihe nahm sie allerdings nicht teil. 1973 legte Angela Merkel ihr Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,0 ab und begann an der Universität Leipzig das Studium der Physik. Ihren eigentlichen Berufswunsch, Lehrerin für Russisch und Physik, konnte sie allerdings wegen ihrer Nähe zur evangelischen Kirche nicht verwirklichen. 1978 beendete sie ihr Studium mit dem Diplom. Bereits ein Jahr zuvor hatte sie ihren Kommilitonen, Ulrich Merkel, geheiratet. Die Ehe wurde 1981 geschieden. Nach dem Studium arbeitete Angela Merkel 1978 bis 1990 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften in Ostberlin. 1986 promovierte sie über „Die Berechnung von Geschwindigkeitskonstanten von Elementarreaktionen am Beispiel einfacher Kohlenwasserstoffe" zum Dr. rer. nat.
- Die frühen Jahre
- Die politischen Anfänge in der DDR
- Ministerin: Bewährungsprobe auf bundespolitischer Ebene
- Die Generalsekretärin und die Parteispendenaffäre
- Parteivorsitz und Verzicht auf die Kanzlerkandidatur 2002
- Kanzlerschaft seit 2005
Bibliografie:
- Margaret Heckel, So regiert die Kanzlerin. München 2009
- Dirk Kurbjuweit, Angela Merkel. Die Kanzlerin für alle? München 2009
- Gerd Langguth, Angela Merkel. München 2005
- Evelyn Roll, Die Erste. Angela Merkels Weg zur Macht. Reinbek 2005
- Wolfgang Stock, Angela Merkel. Eine politische Biografie. München 2005
Institution(en):
- BundeskanzleramtWilly-Brandt-Straße 1, D-11012 Berlin( 030) 4000-0internetpost@bundeskanzlerin.de







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