Australien
Die erste Besiedlung (ca. 50 000 v. Chr.-1600)
Vor etwa 50 000 Jahren begann die Besiedlung Australiens aus Südostasien über eine fast geschlossene Landbrücke, die in der Warmzeit seit ca. 12000 v. Chr. wieder überschwemmt wurde. Der ersten Gruppe, die längs der australischen Ostküste nach Süden vordrang, um sich schließlich auf Tasmanien niederzulassen, folgten die sog. Australier. Sie wählten ihre Siedlungsplätze an den naturräumlich begünstigten Ost- und Südwestküsten des Kontinents. Siedlungsschwerpunkt war der Küstenstrich im Südosten, etwa im Gebiet des heutigen Sydney. Längs der Flussläufe drangen einzelne Stämme später in das aufgrund seiner naturgeographischen Bedingungen unwirtlichere Landesinnere vor und gingen ihrem Lebensunterhalt als Jäger und Sammler nach. Bevorzugte Siedlungsgebiete blieben jedoch die feuchteren Küstenlandschaften, ohne dass sich hier eine Ackerbau treibende, sesshafte Kultur entwickelte. Der von der Entwicklungsgeschichte der übrigen Welt wie von der Geschichte der Menschen abgeschnittene Kontinent war in Stammesterritorien aufgeteilt, deren Grenzen starken Veränderungen unterworfen waren. Zu Beginn des 17. Jhs. lebten etwa 300 000 Menschen in Australien.









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