Backstreet Boys
Die Band
I'd go anywhere for you
Anywhere you asked me to
I'd do anything for you
Anything you want me to
I'd walk halfway around the world
For just one kiss from you
Far beyond the call of love
The sun, the stars, the moon
As long as your love's there to lead me
I won't lose my way believe me
Even through the darkest night you know
(Anywhere For You)
Begonnen hatte alles im Frühjahr 1992. Damals bekam das Image der Band NEW KIDS ON THE BLOCK ungeachtet der gerade beendeten triumphalen Deutschland-Tournee im amerikanischen Heimatland die ersten Schrammen. TAKE THAT veröffentlichten ihre erste Single in Deutschland - die floppte - und waren noch mehr als ein Jahr vom Durchbruch entfernt. In Orlando (Florida) lernten sich Howard Dwaine Dorough und Alexander James McLean bei einem Talentwettbewerb kennen und wurden Freunde. Nicholas Gene Carter stieß wenig später dazu. Die drei ließen ihre Leinwandaktivitäten sausen und gründeten eine Band. Lou Perlman (ein Cousin Art Garfunkels) schlug ihnen vor, noch zwei weitere Jungs dazuzuholen. Mit Kevin Scott Richardson und dessen Cousin Brian Thomas Litrell war die Band komplett.
I wanna be happy
But I can't be happy
If I can't be it with you
Cause you're my baby
My sweet honey
And no other girl will do
(Don't leave me)
Am 20. April 1993 schlug die Geburtsstunde der BACKSTREET BOYS, die sich nach einem beliebten Jugendtreffpunkt in Orlando benannten. Am 14.10.1995 traten sie erstmals mit ihrer Debüt-Single "We've Got It Going On" auf deutschem Boden bei der POPCORN POP-EXPLOSION in Nürnberg vor 8000 Fans auf und lösten damit eine Erfolgslawine aus. Ihre erste Single wurde über 400.000 Mal verkauft. Auch mit ihrem ersten Album gelang ihnen, was nicht einmal TAKE THAT schafften: Innerhalb von nur einer Woche stiegen sie auf Platz eins der deutschen LP-Charts.
Schon bei den Aufnahmen des ersten Albums ("Backstreet Boys") steuerte Kevin eine Menge von Songideen bei. Auf dem zweiten Album ("Backstreet's Back") waren auch Alexander, Howard und Nick zumindest als Co-Autoren vertreten. Doch das Geheimnis des Erfolgs lag sicherlich nicht nur in den tanzbaren Songs der Band, sondern auch in der athletischen Show der gutaussehenden Jungs. Hinter den BACKSTREET BOYS steckte ein Mann, der schon als Tourmanager mit den NEW KIDS ON THE BLOCK erfolgreich war: Johnny Wright.
"A night out with the backstreet boys" - ein verlockendes Angebot der fünf Jungs. Hinter dieser Offerte steckte eine Box, die allen Fans die Wartezeit auf die Deutschland-Tournee und das Album "Millennium" (Sommer 1999) versüßen sollte. Inhalt der auf 250.000 Exemplare limitierten Box: eine CD mit acht Songs des letzten Unplugged-Konzerts in Köln, ein Konzert-Video und der VIP-Fanpass.
Von dem Album "Millennium" wurden mehr als 30 Millionen Exemplare weltweit verkauft. Es hielt sich mehr als 69 Wochen in den "Top 200 Album-Charts" (BILLBOARD). Und die Erfolgsstory ging weiter: Auf "Millennium" folgt "Black & Blue" (November 2000).
Bis zum Jahr 2000 waren die Fünf nicht nur die erfolgreichste (über 40 Millionen verkaufte Alben weltweit), sondern auch die bestbezahlte Boygroup der Welt. Sie unterschrieben einen sensationellen Vertrag mit ihrer Plattenfirma Jive. Dieser Vertrag, der die Band zu mindestens fünf Alben verpflichtete, war rund 60 Millionen Dollar wert. Gleichzeitig räumte er den "Goldkehlchen" eine hohe Beteiligung (20 Prozent Gewinnbeteiligung) ein und gab ihnen größere künstlerische Freiheiten. Vergleichbare Verträge konnten vorher nur die Beatles, Rolling Stones oder Michael Jackson abschließen.
2003 veröffentlichten die BACKSTREET BOYS ein Best-of-Album mit ihren größten Songs. "The Hits - Chapter One" heißt das Werk, das folglich schon im Titel versprach, dass die fünf weitermachen wollen - allen Trennungsgerüchten zum Trotz! Dennoch glaubten die wenigsten noch an ein Comeback der Band. Doch die BACKSTREET BOYS waren back! Fünf Jahre nach ihrem letzten Studioalbum meldeten sie sich im Sommer 2005 mit einer neuen CD zurück ("Never Gone"). Es folgte eine Clubtour durch die USA und auch in Deutschland ging die Erfolgsstory weiter: Das Album schoss von Null auf eins in die deutschen Album-Charts. Außerdem musste die Band wegen der überwältigenden Nachfrage ihre Deutschlandtour (Oktober 2005) erweitern und Zusatzkonzerte geben. Die Fünf konnten wieder einmal beweisen, dass sentimentale "Seufz-Themen" noch immer Konjunktur haben!
2006 verließ Kevin Richardson nach Absprache mit seinen Kollegen die Band. Viele glaubten, dass damit nun das Ende der BACKSTREET BOYS endgültig besiegelt sei. Trennungsgerüchte hatte es ja schon bereits seit 2002 gegeben, als Nick Carter ein erstes Soloalbum veröffentlichte. Und auch sonst waren die Zeiten für die Gruppe nicht immer rosig gewesen: Alkohol- und Drogensucht, unzuverlässige Manager, teilweise sogar schwere gesundheitliche Probleme - all das hatte die Diskussion um den Fortbestand der Boygroup immer wieder begleitet. Doch die Band, die sich offiziell nie aufgelöst hatte, machte als Quartett weiter. Am 5. Oktober 2007 erschien als erste Singleauskopplung des 6. Studioalbums "Unbreakable" (Erscheinungstermin 26. Oktober 2007) der Titel "Inconsolable". Und im Oktober 2009 veröffentlichten die BACKSTREET BOYS nach zweijähriger Release-Pause mit "This Is Us" ihr siebtes Studioalbum. Beim Tourneeauftakt Mitte November 2009 in Oberhausen begeisterten sie vor allem ihre vielen weiblichen Fans!
Bibliografie:
- Susanne Flohr: Popmusik, München 2010
- Mirja Freye: Boygroups - Image ist alles, München 2007









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