Ballett
Grundlagen im 16. Jahrhundert

Das Ballett entwickelt sich Ende des 15. Jahrhunderts aus Tanzeinlagen, die bei Festessen an den italienischen Fürstenhöfen zur Unterhaltung der Gäste vorgetragen werden. Ausführende sind weniger speziell dafür engagierte Tänzerinnen und Tänzer, sondern die Damen und Herren der Gesellschaft selbst. Den Hintergrund für diese Aufführungen bildet eine theatralische Handlung meist allegorisch-mythologischen Inhalts, die in einer Kombination aus Gesang, Tanz und gesprochenen Dialogen vorgeführt wird. Von Italien gehen schließlich auch die wesentlichen Impulse zur Entwicklung des Balletts als eigenständige Kunstform aus. Entscheidende Bedeutung kommt dabei dem Tanzmeister Domenico da Piacenza, genannt Domenico da Ferrara (†nach 1462) zu, der als 1. Choreograph in die Geschichte des Balletts eingehen sollte. In seiner Schrift "De Arte Saltandi et Choreas Ducendi" (Über die Kunst zu tanzen und Chöre zu leiten) legt er nicht nur eine Folge von Tänzen als zusammengehörige Einheit fest, sondern kreiert erstmals auch ein Repertoire von Tanzschritten. Eine bereits erweiterte Tanzlehre mit ausführlicheren und detaillierteren Choreographien findet sich im nächsten Jahrhundert in den Traktaten der beiden Tanzlehrer Fabrition Caroso da Sermoneta (*1535, †nach 1605) und Cesare Negri (*1536, †nach 1604): "Il Ballarino" von Caroso aus dem Jahr 1581 und "Le Gratie d'Amore" von Negri im Jahr 1602.
- Grundlagen im 16. Jahrhundert
- Ballet de Cour
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- 20. Jahrhundert
Bibliografie:
- Claudia Jeschke: Schwäne und Feuervögel. Russische Bildwelten in Bewegung, Berlin 2009
- Klaus Kieser: Reclams Ballettführer, Stuttgart 2009
- Norbert Servos: Pina Bausch. Tanztheater, München 2008
Institution(en):
- Deutscher Bundesverband Tanz e.V.Küppelstein 34 42857 Remscheid









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