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Bestattungsformen der Germanen

Die Tradition von Begräbnissitten

Wenn ein Mensch gestorben ist, fällt es schwer, seinen Tod zu begreifen, selbst wenn man sein Sterben miterlebt hat. Deshalb gehen fast alle Begräbnissitten von einer stillschweigenden Voraussetzung aus: sie verleugnen den Tod. So richtet man dem Toten ein Lager, eine Ruhestätte, man versorgt ihn mit allem, was er für die "weite Reise" benötigt; man umgibt ihn, wenn er mächtig war, mit Waffen und Sklaven; man balsamiert ihn ein und baut ihm ein Totenhaus, das zugleich ein Denkmal ist, etwa wie die "Hünengräber", die Steinzeitgräber aus riesigen Felsbrocken, oder die Pyramiden. Der Völkerkundler erklärt diese Begräbnisformen mit der Idee vom lebenden Leichnam, die über die ganze Welt verbreitet und noch heute bei vielen Völkern lebendig ist, selbst im Christentum.

  1. Die Tradition von Begräbnissitten
  2. Die Angst vor dem Toten
  3. Jungsteinzeitgräber
  4. Bronze- und eisenzeitliche Bestattungsformen

Bibliografie:

  • Artikel Grab und Grabbrauch. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Bd. 12: 1998
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