Bolivien (Bolivia)
Spanische Kolonie (bis 1825)
Aymará-Indios entwickelten 100-1000 n. Chr. südöstlich des Titicacasees die hoch stehende Tiahuanaco-Kultur, deren Einflussbereich sich auf ihrem Höhepunkt 600-900 vom bolivianischen Hochland und Südperu bis nach Nordchile und Nordwest-Argentinien erstreckte, bevor sie im 10. Jh. in Regionalherrschaften zerfiel. Nach der Invasion von Indios der Ketschua-Sprachgruppe um 1450 gehörte die Region zum Inkareich.
Parallel zur Zerschlagung des Inkareiches durch den Spanier Francisco Pizarro (*1475, †1541) eroberte Diego de Almagro (*1475, †1538) 1535-1537 das Hochland von Bolivien. Spanien gliederte die Hochperu (Alto Perú) genannte Region 1543 in das Vizekönigreich Peru ein. Die Entdeckung der reichen Silbervorkommen, besonders in Potosí 1545, lösten einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung aus, dessen Wirkungen weit über die Region hinausgingen. 1848 wurde die heutige Hauptstadt La Paz gegründet. Im Zuge der Neuorganisation seines Kolonialreiches unterstellte Spanien 1776 Bolivien, das eine eigenständige Verwaltungseinheit (Intendancia) bildete, dem Vizekönig von Río de la Plata in Buenos Aires.









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