Brasilien (Brasil)
Vorkoloniale Zeit (bis 1500)
Jüngste Funde scheinen die Forscher zu bestätigen, die die Besiedlung Brasiliens auf um 30000 v. Chr. datieren, während konservativere Schätzungen das 12. Jh. v. Chr. als frühesten Zeitpunkt der Einwanderung annahmen. Erste Keramikkulturen um 1000 v. Chr. belegen die Existenz von zwei unterschiedlichen Kulturbereichen, einen im Norden um das Amazonasbecken und einen im Süden, der eine gewisse Eigenständigkeit aufwies, während der Norden Einflüssen umliegender Gebiete ausgesetzt war.
Zum Zeitpunkt der Entdeckung lebten in Brasilien vermutlich nicht einmal eine Million Indios. An den Küsten dominierten die sprachlich, religiös und kulturell relativ homogene Gruppe der Tupí-Guaraní, die auf einer niedrigen Stufe der agrarischen Produktion wirtschafteten (Brandrodung). Im Hinterland lebten die zur Gruppe der Gé gehörenden Tapúias, die von den kriegerischeren Tupí verdrängt worden waren. Die Kariben und Aruaken im Amazonasbecken konnten sich z. T. bis ins 20. Jh. dem Einfluss der Europäer entziehen.
- Vorkoloniale Zeit (bis 1500)
- Kolonie: Brasilholz und Zucker (1500-1695)
- Goldzyklus: Cíclo de Ouro (1695-1807)
- Kampf um die Unabhängigkeit (1807-1822)
- Brasilien als Kaiserreich (1822-1889)
- Die Anfänge der Republik (1889-1930)
- Der "Estado Novo" (1930-1945)
- Zwischen Demokratie und Diktatur (1945-1964)
- Militärdiktatur (1964-1985)
- Demokratisierung und Reformen (seit 1985)









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