Burgenland
Historischer Abriss
- Der burgenländische Raum ist seit dem Altneolithikum (7. Jh. v. Chr.) ununterbrochen besiedelt.
- Im Hallstattzeitalter (750-450 v. Chr.) bestehen befestigte Herrschersitze auf den Burgstallbergen von Eisenstadt, Purbach und Ödenburg. Aus diese Zeit lässt sich in Zagersdorf und Ödenburg der Anbau von Wein nachweisen.
- 450 v. Chr. Besiedlung durch die Kelten (Latène-Kultur).
- Zwischen 9 v. Chr. und 15 n. Chr. besetzen die Römer das östliche Norikum und Pannonien.
- In der 2. Hälfte des 5. Jh. ist das Gebiet des heutigen Burgenlandes kurzzeitig von Ostgoten und rund hundert Jahre lang von den Langobarden besiedelt. Letztere überlassen das Land vertraglich den aus Asien stammenden Awaren, zeitgleich setzt die Einwanderung altslawischer Bevölkerung ein.
- Um 800 wird das Gebiet als Karolingische Ostmark in das Reich Karls des Großen eingegliedert.
- Im 9. Jh. Beginn der fränkisch-deutschen Besiedlung.
- 1241 Einfall der Tartaren. Verpfändung von drei westungarischen Grenzkomitaten, u. a. des burgenländischen Gebiets durch König Béla IV. an Herzog Friedrich II. von Österreich. Nach dem Tod des Herzogs in der Schlacht von Leitha (1246) fallen die Komitate an Ungarn zurück.
- Rund 200 Jahre später (1445) bringt der nachmalige Kaiser Friedrich II. in einem Feldzug eine Reihe westungarischer Grundherrschaften (u. a. Eisenstadt, Hornstein, Forchtenstein und Bernstein) an sich.
- 1526 entstehen, außer der bereits seit dem 14. Jh. existierenden Judensiedlung in Eisenstadt, orthodoxe jüdische Zentren in Mattersburg und Kobersdorf.
- Im späten 16. Jh. besiedeln größere deutsche und österreichische Gruppen die burgenländischen Gebiete.
- Um 1570 erlangen evangelische Glaubensrichtungen die Oberhand, sie werden jedoch von der Gegenreformation bis 1673/74 zurückgedrängt.
- 1809 besetzen französische Truppen unter Napoleon das bis 1921 als "Deutschwestungarn" bezeichnete Burgenland.
- Die "Bauernbefreiung" nach der Revolution von 1848 hatte die Lage der Kleinbauern nicht verbessern können. In den Jahren bis nach dem I. Weltkrieg ziehen deshalb viele von ihnen in die Industriegebiete Österreichs oder übersiedeln nach Übersee.
- In den Friedensverträgen von St. Germain-en-Laye und Trianon (1919/20) wird der überwiegend deutschsprachige Westteil der ungarischen Grenzkomitate Wieselburg (Monsonmagyaróvár), Ödenburg (Sopron) und Eisenburg (Vasvár) Österreich zugesprochen. Gegen die Übernahme erhebt sich bewaffneter Widerstand durch ungarische Freischärler. Eine internationale Konferenz (1921) beschließt die Abtretung Ödenburgs und seiner Umgebung an Ungarn.
- 1921 wird das verbliebene Gebiet unter der Bezeichnung Bundesland Burgenland Teil der I. Republik Österreich. Landeshauptstadt und Sitz der Landesregierung wird Eisenstadt.
- Nach der Okkupation Österreichs durch die Nationalsozialisten (1938) wird das Burgenland unter den Nachbarländern Steiermark und Niederösterreich aufgeteilt.
- 1945-55 Besetzung durch die Rote Armee und Wiedererrichtung des Bundeslandes Burgenland.
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- Tourismus
Bibliografie:
- Ernst Hausner: Burgenland, 2. Auflage 2005









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