Chronik der Frauen: Verbesserte Bildung ermöglichte mehr Selbständigkeit - Renaissance und frühe Neuzeit 1500-1650
Kurzeinführung
Eine geistig-kulturelle Bewegung war es, die in Europa den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit einleitete. Ihre Wurzeln hat sie in den großen oberitalienischen Handels- und Gewerbestädten des Spätmittelalters. Die "hommes d'affaires" dieser Städte, deren Handels- und Bankverbindungen vom östlichen Mittelmeer bis in den europäischen Norden reichten und die über ein beträchtliches Exportgewerbe im Mutterland verfügten, entwickelten ein an neuen Idealen orientiertes Verhältnis zu Bildung, Wissenschaft und Kunst. An die Stelle theologischer Spekulationen setzte dieses selbstbewusste Städtebürgertum das Streben nach Vervollkommnung des Menschen und nach besserer Ordnung des Gemeinwesens. Begleitet waren diese Bemühungen von der Wiederentdeckung des Kulturgutes der griechischen und römischen Antike. Die christliche Überlieferung wurde zunehmend an den Originalquellen studiert. Das scholastische Weltbild und die theologische Praxis der mittelalterlichen Papstkirche waren wachsender Kritik ausgesetzt.









0 Kommentare